Die deutsche Justiz durchsucht Suzuki nach Betrugssoftware



Es wäre eine Bestandsaufnahme älterer Suzuki-Modelle. (Foto: Suzuki)
Deutsche Staatsanwälte durchsuchten letzte Woche Suzuki in Deutschland im Rahmen einer Untersuchung von Cheat-Software, die in Dieselmotoren verwendet wird. Suzuki bestätigt dies auf Anfrage von Automotive in Reaktion auf Berichte darüber in verschiedenen Medien. Eine Cheat-Software sorgt dafür, dass die Stickoxidemissionen in der Testumgebung weitaus niedriger sind als in der Praxis, sodass die Autos die Abgasnormen der Europäischen Union erfüllen.

Berichten zufolge wurden bei der Razzia Dokumente, Daten und Korrespondenz beschlagnahmt. Neben Durchsuchungen in Deutschland wurden im Rahmen einer koordinierten Aktion der europäischen Agentur Eurojust auch Durchsuchungen in Italien und Ungarn durchgeführt.

Antwort Suzuki Niederlande

Suzuki Niederlande bestätigt die Meldung an Automotive. „Suzuki hat Mitte 2018 das Angebot von Dieselmotoren im Sortiment eingestellt. Seitdem sind alle unsere Modelle – mit Ausnahme des Jimny – mit Benzin-Hybrid-/Benzin-Plug-in-Hybrid-Hybrid-Technologie ausgestattet. Die Suzuki Motor Corporation kooperiert uneingeschränkt mit der deutschen Justiz bezüglich der Ermittlungen. Dies würde die Software der Modelle Vitara, S-Cross und Swift betreffen. Suzuki wurde bereits wegen der Verwendung von Cheat-Software zurückgerufen. Auch beim RDC gab es Zweifel an den Werten Emission des Vitara.

Die Beteiligung von FCA (dem Motorenhersteller) und dem Zulieferer Marelli wird ebenfalls untersucht.

Helfried Beck

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