Online-Banking bunq hat seinen ersten profitablen Monat – Wel.nl

AMSTERDAM (ANP) – Die Onlinebank bunq hatte im vergangenen Jahr ihren ersten profitablen Monat. Doch mit Blick auf das gesamte Jahr 2021 stand wieder ein Millionenverlust in den Büchern. CEO Ali Niknam berichtet, dass seine Bank stark wächst und auch die notwendigen Kosten anfallen müssen.

Letztes Jahr hat die Bank schließlich mehr als 13 Millionen Euro verloren und damit den Verlust im Vergleich zum Vorjahr etwas reduziert. Dagegen stiegen die Abo-Umsätze um drei Viertel auf knapp 33 Millionen Euro. Auch die Summe der User Credits war deutlich höher.

Laut Niknam war der einzige Monat, in dem bunq schwarze Zahlen schrieb, Ende letzten Jahres. Die Bank, die immer stark in Wachstum investiert, gab in diesem Monat weniger Geld für Negativzinsen aus, um Bargeld zu lagern. Das liegt vor allem an den zusätzlich benötigten Euro für die Kredite und die damit verbundenen Renditen.

Negativzinsen

Auch Bunq sieht seine Einnahmen in diesem Jahr weiter steigen, obwohl die Bank in den ersten Monaten des Jahres noch mit Negativzinsen zu kämpfen hatte. Auch die Kosten steigen, da sich bunq stark auf Marketing konzentriert, insbesondere online. Laut dem CEO können diese Kosten bei Bedarf schnell angepasst werden.

Bunq startete 2015 mit einer App, die es Benutzern leicht macht, ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Es war damals die erste neue unabhängige Bank mit einer Banklizenz in den Niederlanden seit DSB vor Jahren. Mittlerweile ist das Unternehmen in mehreren Ländern tätig. So hat beispielsweise bunq, wo rund 360 Menschen arbeiten, auch Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Spanien und neuerdings auch in Irland.

Prozess

Vor einigen Monaten machte bunq mit einer Klage gegen die De Nederlandsche Bank (DNB) Schlagzeilen. Die Bank lehnt einige Elemente des von der Aufsichtsbehörde vorgeschriebenen Ansatzes zur Geldwäsche ab, einschließlich der von bunq verwendeten Technologie. Das Urteil in diesem Fall muss sicherlich bis Oktober statt bis Juli warten.

Niknam hat nichts dagegen, um ein paar Monate zu verschieben, obwohl er zahlreiche Anwaltskosten tragen muss. Er freut sich, dass sich die Richter Zeit nehmen. Der CEO nennt das Verbot der von bunq verwendeten Technologie zur Überprüfung von Personen „unverständlich“. Vor allem, weil seiner Meinung nach „die ganze Welt“ weiß, dass die Technologie in diese Richtung geht. Er weist weiter darauf hin, dass die Regeln offen lassen, welche Anstrengungen eine Bank unternehmen muss, um Geldwäsche so weit wie möglich zu verhindern.

Helfried Beck

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