Kurzfristiger Gaspreis über 200 €/MWh, langfristig starker Preisanstieg

Am Donnerstag, dem 11. August, wurde am TTF-Gasmarkt ein neuer (trauriger) Preisrekord verzeichnet. Für September lag der Preis über 208 Euro pro Megawattstunde, für Monate später in diesem Jahr sogar noch höher. In diesem ersten Update zur Krise nach unserer zweiwöchigen Sommerpause ein Blick auf das Kurzfristige, das Langfristige und die wichtigsten Botschaften der letzten drei Wochen.

Wie die Gaspreise für 2022 sind auch die langfristigen Gaspreise extrem hoch. „Winter 2023“ beispielsweise schloss gestern am TTF mit knapp 177 Euro pro Megawattstunde. In dieser Woche ist der Preis besonders für diese langfristigen Preise stark gestiegen.

Zum Vergleich die Preisentwicklung auf der Title Transfer Facility (TTF), der niederländischen Gashandelsplattform für „Winter 2022“ und „Winter 2023“.


Gaspreise für „Winter 2022“ bis zum 11. August in der Title Transfer Facility


Gaspreise für „Winter 2023“ bis 11. August bei der Securities Transfer Facility. Klicken Sie hier für aktuelle Preise.

Die Energiehandelsplattform Powerhouse hat diese Woche eine Analyse der europäischen Energiepolitik veröffentlicht. Jedes Land habe sein eigenes Energierätsel zu lösen, schließt er. Lesen Sie hier die Analyse.

Heute, Freitag, den 12. August, wurde in Den Haag eine neue Gasbestandsaktualisierung veröffentlicht. Die russischen Gaslieferungen sind in den letzten zwei Wochen unverändert geblieben.

Energetische Entwicklungen und Botschaften Woche 30, 31 und 32
Nachfolgend listen wir die energetischen Botschaften der letzten drei Wochen auf, für diejenigen, die sie verpasst haben.

Europa hat OK durch gemeinsame Gaseinsparungen erreicht. Ziel eines Maßnahmenpakets ist es, den Gasverbrauch in Europa bis zum Frühjahr 2023 um 15 % zu senken. Minister Jetten antworten auf dem Paket. Das tut auch Energieexperte René Peters von TNO NPO-Radio 1.

Die NOS listet auf, wo Einsparungen in Europa am meisten weh tun. Erfahren Sie hier mehr.

Der Gaspreis an der Börse erreichte in der letzten Juliwoche erneut einen Höchststand von über 200 Euro pro Megawattstunde. Die nationalen Medien griffen es auf und fanden sich auch im Geschäft des Gewächshausgartenbaus wieder. Gewächshausgartenbau in den Niederlanden ist auf dem Coverwie hier bei RTL-Nachrichten.

Seit dem 27. Juli liefert Gazprom nur noch 20% übrig normale Gasmenge nach Deutschland.

AgroEnergy gab a Analyse am 4. August und beschworen Turbine Commotion herauf und drückten den Gaspreis auf 200 €ct/m3. Am 2. August spricht das Financieel Dagblad von „geopolitischen Spannungen“, die den Gaspreis in die Höhe treiben Erfahren Sie hier mehr (€).

Auch ein auffälliger Bericht in der FD: Die Vereinigten Staaten griffen das Groninger Gas kurz vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine an. Dies geht aus Dokumenten hervor, die die Zeitung gemäß dem Open Government Act (Woo) erhalten hat. Erfahren Sie hier mehr (€).

Die OPEC erhöht die Ölförderung minimal, der Ölpreis erholt sich, schreibt die ZÜNDETE 3. August. Ab September wird die Ölförderung um weitere 100.000 Barrel pro Tag erhöht, um den Ölpreis zu senken.

Aus der Nordsee kann mehr Gas gefördert werden als bisher angenommen. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die TNO im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Klima durchgeführt hat. Das ZÜNDETE schrieb darüber.

Nach der Einstellung der Lieferungen in mehrere europäische Länder stellte Gazprom auch die Lieferungen nach Lettland ein. Das sagte der russische staatliche Gaskonzern Ende Juli.

Energieanalystin Jilles van den Beukel untersucht die Sicherheit der Gasversorgung in den Niederlanden. Er tut es bei Energeia. Gasunie hätte viel Ärger vermeiden können, wenn sie den Titel der Pressemitteilung „Kein Engpass in den Niederlanden in diesem Winter aufgrund des Verlusts von russischem Erdgas“ gemacht hätten, schreibt der Analyst. Es gibt notwendige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Ein geringes Risiko für die Versorgungssicherheit ist ebenfalls besorgniserregend. Erfahren Sie hier mehr.

Lohnenswert ist der große deutsche Energiekonzern Uniper, der bei schlechtem Wetter auf die Unterstützung der Bundesregierung zählen kann 8 Milliarden Euro. Damit soll ein Umkippen des Unternehmens verhindert werden.

Poldie Hall

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