Bundesminister gegen EU-Verbot von Verbrennungsmotoren

Bundesminister gegen EU-Verbot von Verbrennungsmotoren

Bundesverkehrsminister Volker Wissing lehnt EU-Pläne ab, den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor bis 2035 zu verbieten. „Wir wollen, dass Autos mit Verbrennungsmotor eine Option bleiben, wenn sie vollständig mit synthetischen Kraftstoffen fahren können.“

Auch Hybridantrieben will Wissing die Tür offen lassen. „Sie bieten Autofahrern die Möglichkeit, sich mit dem elektrischen Fahren vertraut zu machen, und Autoherstellern, den Umstieg zu finanzieren.“

Dreh dich um

Die bisherige deutsche Regierung von Angela Merkel akzeptierte die Pläne aus Brüssel und wollte die Abschaltung von Verbrennungsmotoren auch selbst einführen. Doch das will die neue Firma nicht: „Wir müssen Motoren anbieten, die an die Bedürfnisse aller angepasst sind. Für die Zukunft dürfen wir nicht allein auf Elektro- oder Wasserstoffmobilität setzen, wir müssen technologisch offen bleiben. Man kann den Leuten auch nicht sagen, was für ein Auto sie kaufen sollen“, fügte der Minister hinzu.

Allmählich

Auch die Idee einer Verschärfung der Emissionsgrenzwerte für Autos lehnt er ab. „Die Automobilindustrie muss einem Prozess der schrittweisen Transformation folgen können. Ständig neue Regeln werden dies verhindern und können auch zu Arbeitsplatzverlusten führen. Es ist wichtig, dass ein einmal beschlossener staatlicher Rahmen nicht immer wieder diskutiert und in Frage gestellt wird. Das schafft Unsicherheit und erschwert eine erfolgreiche Transformation.

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Helfried Beck

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