Russische Gaspipeline durch deutsche Einwände weiter verzögert

Es wird erwartet, dass die Pipeline mehr russisches Gas direkt nach Westeuropa fließen lassen wird, aber das Projekt wird von Rückschlägen geplagt. US-Sanktionen sorgten zuvor für Verzögerungen, nun bremst die deutsche Regulierungsbehörde.

Kein Schweizer Unternehmen

Die Bundesnetzagentur muss das für den Betrieb der Gasfernleitung in Deutschland zuständige Unternehmen genehmigen. Die russische Gazprom, Eigentümerin der Leitung, habe dafür in der Schweiz eine Firma gegründet, die aber nicht autorisiert sei, sagen die Deutschen.

Nur ein deutsches Unternehmen ist berechtigt, den deutschen Teil der Pipeline zu kontrollieren. Dafür hat das Schweizer Unternehmen nun eine Tochtergesellschaft in Deutschland gegründet, die Bundesnetzagentur wird das Genehmigungsverfahren aber erst dann fortsetzen, wenn Personal und Vermögen tatsächlich nach Deutschland überführt wurden. Vorgesetzten schreiben

Die EU braucht dringend Gas

Die Frist für die Vorlage eines Entscheidungsentwurfs durch die Regulierungsbehörde am 8. Januar wurde aufgrund der Situation verschoben. Nach der Bundesnetzagentur muss auch die Europäische Kommission die Genehmigung prüfen, sodass es bis zum Frühjahr 2022 dauern könnte, bis tatsächlich Gas durch die Pipeline fließt.

Und das ist nicht sehr praktisch, denn die EU braucht dringend mehr russisches Gas. Aufgrund des hohen Energiebedarfs und geringer Gasreserven hat der Gaspreis in den letzten Monaten Rekordhöhen erreicht.

Auch die Gasgroßhandelspreise sind heute stark gestiegen. Nach Bekanntgabe der Nachricht stieg der Kurs um rund 5 % auf 88 Euro. An einem Tag wurde Gas sogar um mehr als 10 % teurer.

Mehr Gas nach Zulassung

Russland hat wiederholt erklärt, dass dieses Land sofort mit der Lieferung von mehr Gas beginnen kann, wenn Nord Stream 2 zertifiziert wird. Gleichzeitig hat Russland bereits seit mehreren Monaten entschieden, keinen zusätzlichen Raum durch bestehende Gaspipelines zu reservieren, was Kritiker dazu veranlasst, zu argumentieren, Moskau spiele Machtspiele.

Mariele Geissler

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