Uneinigkeit in der deutschen Regierung über eine längere Lebensdauer des Kernkraftwerks


Foto: ANP

Deutschland könnte früher als erwartet komplett aus der Atomkraft aussteigen. Die Bundesregierung hat es am Montag nicht geschafft, einen Gesetzentwurf zu verabschieden, der vorsieht, dass die beiden letzten Kernkraftwerke des Landes nach ihrem Ausstieg in Reserve bleiben müssen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Ursprünglich hatte Deutschland geplant, bis Ende dieses Jahres aus der Atomkraft auszusteigen. Aufgrund des Zusammenbruchs der russischen Energieversorgung aufgrund des Krieges in der Ukraine beschloss die Regierung, zwei Kraftwerke bis April in Reserve zu halten. Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Bundesregierung gefährden eine mögliche Laufzeitverlängerung des Kraftwerks Isar II, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Das Kernkraftwerk Isar II des Energieproduzenten E.ON wird ab dem 21. Oktober für eine Woche wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb sein. Diese Arbeiten bereiten eine Verlängerung der Lebensdauer bis April 2023 vor, sagte das Unternehmen letzten Monat, nachdem es ein Leck am Standort gemeldet hatte. Nach Angaben des deutschen Ministeriums benötigt der Anlagenbetreiber vor Beginn der Wartungsarbeiten Klarheit über die Pläne der Regierung. Dieses Projekt befinde sich derzeit in der Entwicklung, teilte das Ministerium mit.

Mariele Geissler

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