Europäische Aktienmärkte im Minus

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Donnerstag, 16. Juni 2022 18:30 Uhr

Europäische Aktien schlossen am Donnerstag deutlich niedriger. Der Stoxx Europe 600 schloss um 2,5 % bei 402,88 Punkten, der deutsche DAX um 3,3 % bei 13.038,49 Punkten, der französische CAC 40 um 2,4 % bei 5.886,24 Punkten und der britische FTSE 100 um 3,1 % bei 7.044,98 Punkten.

Laut dem Marktanalysten Michael Hewson von CMC Markets fielen alle wichtigen europäischen Märkte auf Dreimonatstiefs, wobei der DAX und der FTSE100 nach der russischen Invasion in der Ukraine auf dem Weg zu den Niveaus von Anfang März waren.

„Die heutige Schwäche wurde durchweg von Energie-, Finanz- und Verbraucheraktien angetrieben“, sagte Hewson.

Anleger handelten mit Zinserhöhungen der Federal Reserve, der Bank of England und der Schweizerischen Zentralbank, als sich die europäischen Anleihemärkte abkühlten, obwohl die Dringlichkeitssitzung der Europäischen Zentralbank am Mittwoch zu keiner größeren Bewegung führte.

„In der Pressemitteilung der EZB stand wenig. Sie wollten die auslaufenden Anleihen flexibel in das PEPP-Programm reinvestieren, aber das wussten wir eigentlich schon. Zu einem anderen Instrument wurde noch nichts Konkretes gesagt. Aber vielleicht das Wichtigste Hier ist etwas passiert. Allein die Ankündigung, dass notfalls etwas folgen kann, kann ebenfalls eine große Wirkung haben“, sagte Chefökonom Luc Aben von Van Lanschot.

Die Bank of England erhöhte die Leitzinsen erwartungsgemäß um 25 Basispunkte, obwohl einige Marktexperten auch mit 50 Basispunkten gerechnet hatten.

„Eine Überraschung“, sagte Naeem Aslam, Analyst bei AvaTrade. Marktteilnehmer erwarteten einen Anstieg um 50 Basispunkte, sagte der Analyst.

Die Lage der Bank of England sei schwieriger als die der Fed, glaubt Ökonom Bernard Keppenne von CBC Banque. Britische Wirtschaftsindikatoren deuten zunehmend auf eine mögliche harte Landung des Vereinigten Königreichs hin [Britse] Wirtschaft“, fuhr Keppenne fort.

Laut Aslam glauben die Anleger, dass die Bank of England ihr Haus in Ordnung bringen und aggressiver vorgehen sollte, „auch wenn es schmerzhaft sein muss“.

Der Euro/Dollar wurde um den europäischen Schlusskurs herum bei 1,0511 gehandelt.

Ein Barrel WTI-Öl kostet am Donnerstag weniger als 115 US-Dollar.

Unternehmens Nachrichten

Outokumpu hat die erste Phase der Transformation des Unternehmens rechtzeitig abgeschlossen und setzt sich nun das Ziel der zweiten Phase, die Gewinne weiter zu steigern und die Verschuldungsquote zu senken. Auch eine neue Dividendenpolitik wurde diskutiert, was auch bedeutet, dass der Dividendenvorschlag auf der nächsten Hauptversammlung „deutlich“ erhöht werden kann. Der Aktienkurs von Outokumpu schloss um 5,5 %. Die Branchenkollegen Acerinox und Aperam verloren durchschnittlich 5 %.

Der Online-Bekleidungshändler Asos stürzte in London nach einer Gewinnwarnung um 32,5 % ab.

In Paris verlor Engie mehr als 7 % und es gab praktisch keine Anstiege. Leicht rosa-orange.

In Frankfurt stand Zalando erheblich unter Druck und verlor 12,5 % und Delivery Hero verlor fast 10 %.

Am erfolgreichsten in der Schadensbegrenzung war die Deutsche Börse im DAX mit einem leichten Verlust.

Wall Street

Gegen Handelsschluss notieren die US-Aktienmärkte in Europa bis zu 4 % tiefer.

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Poldie Hall

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