Europäische Aktien schließen niedriger

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Donnerstag, 30. Juni 2022 18:30 Uhr

Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Donnerstag niedriger. Der Stoxx Europe 600 schloss um 1,5 % bei 407,20 Punkten, der deutsche DAX um 1,7 % bei 12.783,77 Punkten, der französische CAC 40 um 1,8 % bei 5.922,86 Punkten und der britische FTSE 100 um 2,0 % bei 7.169,28 Punkten.

„Inflations- und Rezessionsthemen schweben weiterhin in den Köpfen der Anleger“, sagte Justin Blekemolen, Anlagespezialist bei Lynx.

Äußerungen des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, und seiner Kollegin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, auf dem EZB-Forum in Sintra belasteten laut Oanda-Analyst Jeffrey Halley ebenfalls die Stimmung.

Sowohl Powell als auch Lagarde deuteten am Mittwoch an, dass sie die Zinssätze weiter erhöhen würden, selbst wenn dies die Wirtschaft verlangsamen würde.

„Es erhöht das Risiko einer Rezession“, sagte Halley.

Eine Umfrage der Deutschen Bank vom Donnerstag ergab, dass 90 % der Befragten erwarten, dass die Vereinigten Staaten bis 2023 in eine Rezession eintreten werden.

Die deutschen Einzelhandelsumsätze stiegen im Mai um 0,6 % im Monatsvergleich. Die Arbeitslosigkeit im Land ist stark gestiegen, vor allem wegen der Registrierung von Flüchtlingen aus der Ukraine. Infolgedessen lag die Arbeitslosenquote bei 5,3 % gegenüber 4,9 % im Juni. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone lag im Mai bei 6,6 % gegenüber 6,7 % im April.

Frankreich verzeichnete im Juni eine Inflation von 5,8 % im Vergleich zu Juni 2021. Im Mai betrug die jährliche Inflation 5,2 %. Die Juni-Zahl lag im Einklang mit früheren Prognosen. Dies galt nicht für die monatliche Inflationsrate von 0,7 %. 1,0 % erwartet.

WTI-Öl ist mit 106 $ pro Barrel 3,5 % billiger, nachdem die OPEC+ beschlossen hat, die Produktion im August mit der gleichen Rate wie im Juli zu erhöhen.

Der Euro/Dollar wurde nahe dem Handelsschluss bei 1,0463 gehandelt.

Unternehmens Nachrichten

In Moskau verlor Gazprom mehr als ein Viertel seines Wertes, nachdem der russische Energieriese angekündigt hatte, keine Dividende zu zahlen.

Equinor hat zugestimmt, 51 % seiner Beteiligung am Tiefsee-Entwicklungsprojekt North Platte im Golf von Mexiko in den Vereinigten Staaten an Shell zu verkaufen. Die Aktien von Shell verloren etwa 2 % und Equinor fast 3 %.

Die deutsche Uniper hat ihren Ausblick für dieses Jahr aufgrund begrenzter Gaslieferungen von Russlands Gazprom herabgestuft. Uniper prüft die Sicherstellung ausreichender Liquidität und ist unter anderem mit der Bundesregierung im Gespräch. Die Aktie fiel um mehr als 14 %.

In Paris machten Eurofins Scientific und Thales mit Kursgewinnen von rund 1 % gute Geschäfte. Alstom war der gebissene Hund und verlor mehr als 8 % im wichtigsten französischen Index.

Im deutschen DAX führte Sartorius mit einem Plus von rund 2,5 %. E.ON und RWE standen in Frankfurt unter Druck und verloren rund 4-5%

Wall Street

Gegen Handelsschluss notierten die US-Aktienmärkte in Europa bis zu 1 % im Minus.

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Poldie Hall

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