Die niederländischen und deutschen Armeen werden enger zusammenarbeiten | 1Limburg

Damit niederländische und deutsche Luftverteidiger besser zusammenarbeiten können, unterzeichneten zwei Generäle beider Länder am Montag auf dem Militärstützpunkt Vredepeel ein neues Abkommen.

In der Vereinbarung ist geregelt, dass deutsche und niederländische Militärs bald Seite an Seite in einer gemeinsamen Task Force für die Nato eingesetzt werden können. Tatsächlich soll die Task Force Anfang nächsten Jahres einsatzbereit sein.

Koordinieren
Laut dem stellvertretenden Kommandanten Patrick Wekking geht es vor allem um die Abstimmung der Abläufe. Dies kann durch Vereinbarungen und die Festlegung einer gemeinsamen Arbeitsweise erreicht werden.

Kulturelle Unterschiede
„Man hat einfach kulturelle Unterschiede. Was ein deutscher Soldat im Feld von seinem Gefechtsstand erwartet, kann sich von den Erwartungen niederländischer Soldaten unterscheiden. Das liegt nicht nur an kulturellen Unterschieden, sondern auch an unterschiedlichen Handlungsweisen in bestimmten Situationen“, sagt Wekking.

Es gibt auch eine Sprachbarriere. Die Deutschen erhalten Befehle auf Deutsch, die Niederländer auf Niederländisch. „Man muss dafür sorgen, dass, wenn es auf Englisch passiert, auch alle die richtigen Dinge tun.“

Nicht neu
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist nicht neu. Das unterzeichnete Abkommen ist ein neuer Schritt in einem viel länger andauernden Prozess. Anfang nächsten Jahres soll es eine gemeinsame Task Force geben, in der deutsche und niederländische Luftverteidiger Seite an Seite für die Nato arbeiten könnten. Sie können dann überall auf der Welt als Eingreiftruppe eingesetzt werden.

Übungen
Um die neue Methode zu testen und zu üben, sind diese Woche verschiedene Übungen in Nord-Limburg und Brabant geplant.

Helfried Beck

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