Wird es explodieren? Das sollten Sie bei einem Autobrand tun und nicht | Auto

Letzte Woche fing das Auto eines Autofahrers auf der Haringvliet-Brücke spontan Feuer, als er unterwegs war. Wie oft kommt das vor? Und was, wenn Ihr Auto plötzlich Feuer fängt?

Nein, es explodiert nicht: Wenn ein Auto Feuer fängt und genügend Zeit bleibt, Menschen und Gepäck in Sicherheit zu bringen. Elektroautos sind auch nicht gefährlicher als andere Autos. Allerdings fangen Autos manchmal Feuer. Und weil sie alle in den Nachrichten sind, scheint die Zahl der Autobrände sogar von Jahr zu Jahr zuzunehmen. Doch das ist rein emotional, denn die Zahl der Autobrände nimmt nicht zu, sind sich Experten einig.

In den Niederlanden geraten jedes Jahr rund 5.000 Autos in Brand. In den meisten Fällen handelt es sich um Brandstiftung. Nur eine kleine Anzahl geriet aufgrund eines technischen Defekts spontan während der Fahrt in Brand. Die Ursache des Autobrandes hat sich jedoch geändert. Vergaserbrände oder Kraftstoff- oder Öllecks an heißen Teilen kommen seltener vor. Im jahr 2024 ist es vor allem die Elektroinstallation, die den Brand verursacht.

Explosionsgefahr

Autos fangen nach einem Unfall sehr selten Feuer und können nicht explodieren. „Spektakuläre Explosionen sieht man nur im Kino“, sagte ein Sprecher des ADAC. „Obwohl Explosionen häufig nach Bränden gemeldet werden, werden sie meist durch Hitzeausbrüche verursacht.“ Also keine Panik: Autobrände verlaufen in der Regel relativ langsam. Normalerweise dauert es fünf bis acht Minuten, bis die Flammen aus dem Motorraum den Innenraum erreichen, und dann noch ein paar Minuten, bis das ganze Auto brennt.

Feuerlöscher

Es bleibt also genügend Zeit, die Insassen und das Gepäck zu retten – denn genau das wird heutzutage aus Angst vor einer Explosion oft nicht getan. Diese Falschdarstellung in Hollywood-Filmen schreckt nach Angaben deutscher Feuerwehrleute viele Menschen davon ab, Verletzten im Notfall zu helfen. Im schlimmsten Fall können diese Fehlinformationen sogar Menschenleben kosten Bad Herrenalb. Mit etwas Glück können Sie das Auto mit einem Feuerlöscher vor dem Totalschaden retten. Ist dies nicht der Fall, kann die Feuerwehr dies in der Regel nicht mehr verhindern. Was aber, wenn der Kraftstofftank bei einem Unfall beschädigt wird? In diesem sehr seltenen Fall breitet sich das Feuer sehr schnell aus, es explodiert jedoch nicht.

Strom, Erdgas und Wasserstoff

Bei Elektroautos stellt eine brennende Batterie für Feuerwehrleute ein Problem dar, doch wenn ein Feuer ausbricht, sind es wie bei allen Autos auch die Insassen von Elektroautos. Die Explosionsgefahr ist gleich Null. Erdgasautos verbrennen den Tankinhalt kontrolliert, sobald die Flammen den Tank erreichen. Dies geschieht auch bei den Wasserstofftanks von Brennstoffzellenautos. Eine Explosion ist also auch hier praktisch ausgeschlossen.

5 Tipps für alle Fälle

Feuerlöscher und Schutzhandschuhe sind preiswert und im Brandfall sehr nützlich. Ein 1-Kilo-Feuerlöscher ist zu schnell leer, er muss mindestens zwei Kilo Pulver enthalten. Montieren Sie es vorne am Sitz oder im Kofferraum. Nicht locker im Inneren, sonst wird es bei einem Aufprall zu einem Projektil. Machen Sie sich vorher mit der Bedienung vertraut und lassen Sie den Feuerlöscher regelmäßig nach Herstellervorgaben warten.

1. Wenn Sie einen Brand bemerken: Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und halten Sie Ihr Auto an. Bleiben Sie ruhig und parken Sie möglichst nicht auf der Straße oder in der Nähe von Gebäuden. Lassen Sie bei ausgeschalteter Zündung den Schlüssel gedrückt und ziehen Sie an der Motorhaubenverriegelung.

2. Halten Sie das Fahrzeug an, nutzen Sie nach Möglichkeit ein Warndreieck und verlassen Sie das Auto unter Mitnahme von Wertsachen. Bleiben Sie nicht im Rauch, es ist giftig. Bringen Sie sich in Sicherheit (hinter die Leitplanke) und rufen Sie die 112 an. Bei einem Unfall bergen Sie zunächst die Verletzten aus dem brennenden Auto. Dies ist besser als der Versuch, das Fahrzeug abzustellen, da dies häufig fehlschlägt.

3. Wenn ein Feuerlöscher vorhanden ist: Handschuhe anziehen und Motorhaube vorsichtig öffnen (Gesicht mit dem Arm schützen). Zwei Kilogramm Löschpulver reichen kaum aus, um den Brand für etwa zehn Sekunden zu löschen. Arbeiten Sie daher mit kurzen Pulverstrichen. Löschen Sie die Flammen von unten (zum Beispiel bei einem Brand unter dem Auto) nach oben. Leeren Sie den Feuerlöscher nicht vollständig, sondern bewahren Sie eine Reserve für den Fall eines Feuerausbruchs auf.

4. Im Falle eines Elektroautos: Melden Sie dies, wenn Sie Hilfe rufen. Versuchen Sie nicht, ein brennendes Elektroauto mit Wasser zu löschen und halten Sie sich von orangefarbenen Kabeln fern. Wenn die Batterie Feuer fängt, ist ein Löschversuch zwecklos. Wer die Feuerwehr unterstützen möchte, muss eine sogenannte „Rettungskarte“ (beim Hersteller erhältlich) mit Anleitung für Retter hinter die Sonnenblende des Elektroautos stecken.

5. Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Abstand zum brennenden Auto halten: Der Rauch ist sehr giftig und die Hitzeentwicklung enorm. Denken Sie im Zweifelsfall daran: Ein Auto ist nur ein Auto, die Kaskoversicherung erstattet Schäden. Wenn Sie schließlich einen Feuerlöscher an Bord haben, bieten Sie anderen an, Ihnen im Brandfall zu helfen.

Poldie Hall

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