Tom Lüthi verlässt PrüstelGP als Sportdirektor

Tom Lüthi | Foto © Prüstel GP

Tom Lüthi behält ihn als aktiven Straßenrennfahrer nach der Saison 2021. Der ehemalige MotoGP-Fahrer und 125-ccm-Weltmeister ist jedoch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden, da er für die Saison 2022 als Sportdirektor zu PrüstelGP kam Deutsches Team, das in der vergangenen Saison der MotoGP-Weltmeisterschaft unter dem Teamnamen CFMOTO Racing PrüstelGP in der leichtesten Kategorie aktiv war. Doch nach Bekanntwerden verabschiedet sich Lüthi nach nur einer Saison vom Team.

Mit Carlos Tatay und Xavier Artigas trat PrüstelGP 2022 in eine neue Phase seines Bestehens ein. Das deutsche Team mit Sitz am Sachsenring erhielt nicht nur den offiziellen CFMOTO-Werksteam-Status, sondern schaffte es auch, dass der erfahrene Tom Lüthi als sportlicher Leiter fungiert innerhalb des PrüstelGP-Teams von CFMOTO Racing.

Trotz der hohen Erwartungen – das deutsche Team wollte sich mit den anderen in der Moto3-Klasse agierenden Werksteams wie KTM, Husqvarna und GASGAS messen – verlief die Saison nicht wie geplant. Nach dem letzten Rennen in Valencia belegten Tatay und Artigas in der Endwertung der Meisterschaft die Plätze fünfzehn bzw. sechzehn.

Obwohl Artigas in der Endwertung nur den sechzehnten Platz belegte, wird er 2023 auch für das PrüstelGP-Team von CFMOTO Racing fahren. Tatay wird das Team unterdessen verlassen und in die Moto2-Kategorie aufsteigen, er wird durch den jungen Australier Joel Kelso ersetzt tritt dem französischen CIP Moto3-Team bei.

Doch neben dem Fahrerwechsel haben auch einige Schlüsselfiguren das Team verlassen, darunter auch Lüthi.

„Wir werden uns anders aufstellen“, erklärte Florian Prüstel kürzlich gegenüber Speedweek.com. „Es gibt einige personelle Veränderungen im Team. Tom wird sich in Zukunft auf andere Projekte konzentrieren.

Lüthis Erwartungen als Sportlicher Leiter von PrüstelGP weichen deutlich von der Realität ab, was laut dem ehemaligen 125er-Weltmeister der Hauptgrund dafür ist, dass er nach nur einem Jahr aufhört.

Tom Lüthi: „Als ehemaliger Fahrer sehen wir manches ganz anders. Im Prüstel-Team gab es in letzter Zeit einige personelle Veränderungen. Neue Leute und auch andere Aufgabenteilungen. Wir haben dann einvernehmlich vereinbart, die Zusammenarbeit zu beenden. Aber ich werde weiterarbeiten.“ beim Schweizer Fernsehen SRF und bei einigen Rennen dabei sein, außerdem habe ich noch andere Projekte, auf die ich mich ab jetzt konzentrieren möchte.

Der Schweizer ist unter anderem Personal Manager des jungen Schweizer Piloten Noah Dettwiler.

Persönliche Stabilität gehört angesichts der vielen personellen Veränderungen in kurzer Zeit offenbar nicht zu den Stärken des PrüstelGP-Teams. So trat beispielsweise Tim Jüstel nach der Saison 2020 plötzlich von seiner Position als Teammanager zurück, 2021 blieb diese Position vakant, während Lüthi nach einem Jahr (2022) nun den gleichen Weg wie Justel geht.

Auch der sehr erfahrene Teammanager Stefan Kirsch verließ das Team nach der Saison 2021. Massimo Capanna wurde etwas später als Nachfolger von Kirsch geholt, der aber auch nach wenigen Monaten wieder abreiste. Beim Großen Preis von Aragón war Kirsch erneut für die Technik im Team verantwortlich, wenn auch vorübergehend, da Kirsch am Ende der Saison zum zweiten Mal ausschied.

Kirsch wechselt zur Saison 2023 in das neue Team LIQUI MOLY Husqvarna Intact GP und wird dort Teammanager des Niederländers Collin Veijer. Kirsch ist jedoch nicht die einzige, die diese Änderung vornimmt, auch Susanna Sola hat ihre Position als Teamkoordinatorin und Kommunikationsbeauftragte innerhalb des CFMOTO Racing PrüstelGP-Teams niedergelegt. Der Italiener wird innerhalb des LIQUI MOLY Husqvarna Intact GP Teams die gleiche Position wie Kirsch einnehmen.

Adelhard Simon

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