Bayern-Trainer Thomas Tuchel hat am Vorabend des Champions-League-Spiels gegen den FC Kopenhagen Kritik am Training von Jérôme Boateng zurückgewiesen. Der ehemalige deutsche Vereinsspieler hält seine körperliche Fitness bei seinem ehemaligen Arbeitgeber aufrecht. Allerdings ist er aufgrund des langwierigen Prozesses um den Missbrauch seiner Ex-Freundin nicht unumstritten. Der Bayerische Oberste Gerichtshof hat das Urteil gegen ihn kürzlich aufgehoben und den Fall an eine niedrigere Instanz zurückverwiesen.
„Wenn das Verfahren ausgesetzt wird, gilt die Unschuldsvermutung“, sagte Tuchel. „Deshalb haben wir als Fußballverein das Recht, eine Entscheidung über das Fußballspielen zu treffen. Wir müssen in der Lage sein, einen verdienten Spieler wie Boateng trainieren zu lassen.“ Nach Angaben des Trainers sorgte Boatengs Ankunft nicht für Unruhe innerhalb der Mannschaft.
Auch Bayern München könnte Boateng (35) einen Vertrag anbieten, wenn er im Training überzeugt. Der deutsche Klub könnte Verstärkung in der Innenverteidigung benötigen. Matthijs de Ligt, der derzeit wegen einer Knieverletzung ausfällt, wird auf seiner Position Konkurrenz von Boateng bekommen. Der Verteidiger spielte von 2011 bis 2021 für den FC Bayern München. 2021 wechselt er zu Olympique Marseille, wo sein Vertrag in der vergangenen Saison nicht verlängert wurde.

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