Stuttgart verzichtete auf Maßnahmen gegen Mislintat, wurde gegen Ajax entlassen

Der VfB Stuttgart sieht von weiteren Maßnahmen gegen Sven Mislintat ab. Nach einer Untersuchung stellte der Verein fest, dass er durch den zu Saisonbeginn von Ajax entlassenen Direktor für Fußballangelegenheiten nicht benachteiligt worden war. „Er hat niemanden über seine Geschäftsbeziehungen mit uns informiert“, sagte VfB-Direktor Alexander Wehrle gegenüber der deutschen Presse. „Aber ein Gutachten ergab, dass wir keinen Schaden erlitten haben.“

Mislintat fungierte von 2019 bis 2022 als Sportdirektor des VfB Stuttgart. Ajax entließ den Deutschen letzten Monat nach einem abgebrochenen Heimspiel gegen Feyenoord. Mislintat war bereits in Misskredit geraten, weil er Geschäfte mit einer Spieleragentur machte, die Anteile an einem Unternehmen besitzt, an dem er ebenfalls beteiligt ist. Dank dieser Immobilienagentur holte er den kroatischen Linksverteidiger Borna Sosa nach Amsterdam. Mislintat wurde auch vorgeworfen, mehrere Käufe von Ajax verlangt zu haben, um den Agenten zu wechseln.

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG untersucht derzeit im Auftrag von Ajax die Rolle und Interessen von Mislintat bei verschiedenen Transaktionen, die er unter der Verantwortung des Aufsichtsrats des Amsterdamer Klubs durchgeführt hat. Auch Stuttgart beschloss, gegen Mislintat zu ermitteln, nachdem es von einem möglichen Interessenkonflikt des Deutschen erfahren hatte.

Quelle: ANP

Adelhard Simon

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