G7 einigt sich auf Verhaltenskodex für KI-Unternehmen

Technologie29. Oktober 2023, 16:20 UhrGeändert am 29.10.23 17:02 UhrAutor: Thijs Baas

Die G7-Staaten haben sich auf einen Verhaltenskodex für Unternehmen geeinigt, die Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) entwickeln. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die ein Dokument der Gruppe der Sieben reichen Länder, darunter Deutschland und die Vereinigten Staaten, eingesehen hat.

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Der Deal wird voraussichtlich am Montag bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen Code, der aus elf Punkten besteht. Unternehmen sollten beispielsweise Berichte über die Fähigkeiten, Einschränkungen sowie den Einsatz und potenziellen Missbrauch von KI-Systemen veröffentlichen. Sie sollten auch in Sicherheitskontrollen investieren. Dem Dokument zufolge soll der Kodex „sichere und vertrauenswürdige KI weltweit fördern“.

Gesichtserkennung mit intelligenten Kameras

Das Europäische Parlament hat im Juni ein Gesetz zur Bekämpfung von KI verabschiedet. Die geplante EU-Verordnung regelt die Gestaltung von KI, deren Einsatz und den Vertrieb von KI-Systemen. Die Gesichtserkennung mit Smart-Kameras im öffentlichen Raum wird verboten und in der Europäischen Union werden verbindliche Regeln für große Chatbot-Modelle wie ChatGPT eingeführt.

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Andere große Volkswirtschaften wie Japan und die Vereinigten Staaten haben noch nicht so energisch vorgegangen wie die EU. Der Verhaltenskodex, den sie im Rahmen der G7 verabschiedet haben, stellt laut Reuters daher einen wichtigen Schritt für diese Länder dar. Anfang des Jahres forderten viele Experten und Branchenakteure eine Pause in der KI-Entwicklung. Experten befürchten, dass es keine „Schutzmaßnahmen“ für den Fall gibt, dass KI-Systeme die Gesellschaft stören.

Die G7-Staaten haben sich auf einen Verhaltenskodex für Unternehmen geeinigt, die Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) entwickeln.
Die G7-Staaten haben sich auf einen Verhaltenskodex für Unternehmen geeinigt, die Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) entwickeln. (Besessene Fotografie, Unsplash)

Helfried Beck

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