Mit diesen (Lade-)Tipps sind Sie bestens für Ihren Urlaub gerüstet
Wenn Sie mit einem Elektroauto in den Urlaub fahren, lohnt es sich, einige Vorbereitungen zu treffen. Mit etwas Vorarbeit wissen Sie, was Sie erwartet, Sie sind bereit und können ohne allzu großen Ladestress losfahren. Wir gehen Ihnen voraus und geben Ihnen praktische (Lade-) Ratschläge.

Das Laden im Ausland ist nicht so einfach wie in den Niederlanden. Die Ladeinfrastruktur ist geringer, die Geschwindigkeit geringer und es gibt auch regelmäßig defekte Hardware. Generell gilt: Je weiter man nach Süden oder Osten fährt, desto schlechter ist die Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur.
1. Bringen Sie mehrere Zahlungskarten mit
Unsere eigenen Untersuchungen zeigen, dass niederländische Fahrer von Elektrofahrzeugen durchschnittlich 2,7 Ladekarten haben. Clever und notwendig, weil wir unsere drei Aufladekarten (ANWB, Shell Recharge und Travelmap) nicht immer nutzen konnten. Neben einer Bezahlkarte kannst du bei Fastned auch mit einer PIN bezahlen (falls keine Bezahlkarte funktioniert) und bei vielen Parteien auch mit einer Kreditkarte oder über eine spezielle App. Letzteres kostet aber Zeit und Mühe. Gut zu wissen: Fastned, Allego und Ionity sowie der große deutsche Anbieter EnBW akzeptieren fast immer niederländische Zahlungskarten. Und laden Sie Apps wie Chargemap und unsere eigene ANWB-Weg-App herunter.
2. Buchen Sie eine Ladestation an Ihrem Urlaubsort
In der Praxis ist das Aufladen in Hotels einfacher zu überlegen als zu buchen. Denn gerade in der Hochsaison wird ein Hotel mit Ladestationen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr Menschen mit Elektrofahrzeugen empfangen, als es Ladestationen gibt. Dann sind diese Ladestationen oft langsam oder veraltet. Manchmal entpuppt sich „die Hotel-Ladestation“ als etwas weiter entfernte öffentliche Ladestation. Auf Booking.com und Tripadvisor können Sie nach „Ladestationen für Elektroautos“ filtern. Auch die Website der Accor-Gruppe (bekannt für die reisenden Hotels Ibis, Novotel und Mercure) bietet diese Möglichkeit. Die anderen großen Hotelketten bieten fast alle eine Ladestation an, aber prüfen Sie diese vor der Buchung. Eine Ladestation können Sie nur in fast jedem Hotel buchen, aber wenn Sie vorher anrufen, um Ihre Ankunft zu melden, ist ein Hotel oft bereit, Ihnen eine Ladestation zur Verfügung zu stellen.
3. Halten Sie Informationen zur Ladestation bereit
In der ANWB Weg App auf Ihrem Handy können Sie nach Ladestationen in der Nähe suchen. Diese Informationen finden Sie auch im aktualisierten ANWB-Routenplaner. Zusätzlich können Sie die Ladegeschwindigkeit sehen. Große Ladepunktanbieter zeigen in ihren Telefon-Apps oft nicht nur den Standort, sondern auch den Status (frei/belegt/außer Betrieb) von Ladepunkten in der Umgebung Ihres Ziels an.
Hier ist, was Sie über das Aufladen im Ausland wissen müssen
4. Verwenden Sie regeneratives Bremsen
Wenn das Bremspedal leicht gedrückt und der Elektromotor abgebremst wird, wird bei Elektroautos die regenerative Bremsung aktiviert. Nutzen Sie diese maximale Erholung in den Bergen, um Ihre Bremsen bei einer Abfahrt zu entlasten und Energie zu gewinnen. Stellen Sie Ihr Auto immer auf die höchste Regenerationseinstellung, wenn Sie zu Ihrem Urlaubsziel fahren. Sie können es mit Flippern hinter dem Lenkrad tunen, wählen Sie den Eco-Modus, wenn Ihr Auto keine speziellen Tuning-Optionen hat. Wenn Ihr Auto eine B-Position (Bremse) hat, aktivieren Sie diese.
5. Bringen Sie ein 230-V-/Typ-3-Ladekabel mit
Nehmen Sie sicherheitshalber das 230V-Ladekabel mit. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass etwas schief geht und Sie die nächste Ladestation nicht mehr erreichen, können Sie – wenn auch sehr langsam – an einer normalen Steckdose laden. Insbesondere in Frankreich und Italien kann es vorkommen, dass eine Ladestation nur über einen Typ 3 Anschluss verfügt, für diese Länder kann ein zusätzliches Typ 3 Ladekabel für Ihr Auto sinnvoll sein.
6. Vergessen Sie nicht die üblichen Reiseutensilien
Ein Elektroauto ist wie ein „normales“ Auto, also vergessen Sie nicht, an die üblichen Dinge zu denken, wie Umweltplakette, unterschiedliche Pflichtausstattung pro Land, Praktische Urlaubstipps und Winterreifen.
7. Planen Sie Ihre Route vor der Abreise
Pünktlich losfahren und „mal sehen, wo wir laden“ ist bei langen Strecken keine gute Idee und schon gar nicht in der Hochsaison. Planen Sie Ihre Route daher im Voraus mit dem ANWB-Routenplaner und einem anderen EV-Routenplaner. Diese Planer erstellen einen idealen Ladeplan, abgestimmt auf Ihre Route und Ihr Auto. Denken Sie bei der Planung Ihrer Route daran, dass das Fahren in den Bergen und das Fahren bei kaltem oder heißem Wetter Ihre Reichweite beeinträchtigt und Sie möglicherweise einen zusätzlichen Stopp einplanen müssen. Planen Sie es so ein, dass Sie zwischen den Ladevorgängen eine angemessene Reichweite haben, vorzugsweise 100 Kilometer oder mehr. Das verschafft Ihnen etwas Spielraum, wenn eine Ladestation stark ausgelastet ist oder die Pfosten defekt sind. Schnellladestationen und Off-Highway-Ladestationen finden Sie in der ANWB Weg App.
8. Sparen Sie an Ihrem Akku
Fahren Sie nicht zu schnell. Stellen Sie Ihren Tempomat auf 90 oder 100 Kilometer ein. Das spart viel Energie. Und seien Sie sich bewusst, dass die Nutzung von Klimaanlagen (und Heizungen) viel Energie erfordert.
9. Überprüfen Sie Google Maps im Voraus
Für eine Ladestation im Supermarkt – und fast immer auch für Tesla-Supercharger – muss man etwas abseits der Autobahn fahren. In Frankreich oft auch per Maut. So haben Sie schnell zehn Minuten zusätzliche Fahrzeit. Prüfen Sie daher vorab auf Google Maps, wo genau sich die Ladestation befindet, um keine Fahrzeit zu verschwenden.
10. Wählen Sie eine intelligente Route
Vor allem in Wallonien und Nordfrankreich gibt es noch „Ladewüsten“. In Deutschland ist das viel besser organisiert. Für eine Reise nach Südfrankreich kann es also trotz der zusätzlichen Kilometer schneller und billiger sein, durch Deutschland zu fahren und dann in Basel/Mulhouse zu überqueren. Anzumerken ist hier, dass die A36 zwischen Mulhouse und dem Anschluss an die Route du Soleil/A6 (etwas unterhalb von Dijon) nicht gerade reich an Schnellladestationen an der Autobahn ausgestattet ist.
11. Laden Sie rechtzeitig auf
Fahren Sie nicht weiter, bis die Batterie etwa 10-20 % aufgeladen ist. Versuchen Sie aufzuladen, wenn der Akku zu etwa 30 % aufgeladen ist.
12. Passen Sie auf Ihren Fang auf
Wenn Sie einen Chademo oder einen Mennekes (Typ 2) haben, bereiten Sie Ihre Reise noch besser vor. Diese Sockets sind nicht sehr verbreitet und laden auch langsamer.
Bonus-Tipp: „Guest Charging“ bei Tesla
Auch Nicht-Teslas dürfen an einer – wenn auch begrenzten – Anzahl von Tesla Superchargern in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich „Gäste aufladen“. Im Moment ist es ein Test, aber sehr schön. Denn auf dem einzigen Abschnitt der Route du Soleil zwischen der belgisch-niederländischen Grenze und Orange fügt Tesla 179 Schnellladestationen hinzu. Fast immer aus beiden Richtungen erreichbar. Ohne diese Tesla-Supercharger gibt es auf dieser Straße nur 82 Schnelllader. Sie suchen sie mit der Tesla-App und können dann über die App mit Ihrer Kreditkarte bezahlen.
Die Unannehmlichkeiten: Tesla garantiert nicht, dass Sie während der Hochsaison auch Gäste an Superchargern „abrechnen“ können. Es ist ziemlich teuer und kann nur mit einer CCS-Buchse erreicht werden.
Planen Sie Ihre Reise mit Ihrem Elektroauto
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So vermeiden Sie Staustress.


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