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Deutschland ist in diesem Jahr vor Japan die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Das geht aus neuen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor. Damit verschwindet Japan nach Jahrzehnten aus den Top Drei. Die Vereinigten Staaten bleiben die größte Volkswirtschaft der Welt, gefolgt von China.
Nach Angaben des IWF wird Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein Maß für die Größe der Wirtschaft, in diesem Jahr 4,2 Billionen US-Dollar erreichen. Das sind fast 4.000 Milliarden Euro und etwas weniger als im Vorjahr. Aber die deutsche Wirtschaft wird 4.400 Milliarden Dollar (mehr als 4.100 Milliarden Euro) ausmachen. Das durchschnittliche BIP pro Kopf in Deutschland wird somit auf knapp 50.000 Euro geschätzt, verglichen mit knapp 32.000 Euro in Japan.
Wenn Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Niederlande, Japan überholt, liegt das vor allem daran, dass die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft viel höher ist als in Japan. Auch die Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar und dem Euro spielt eine wichtige Rolle.
Aufgrund der relativ niedrigen Inflation in Japan im Vergleich zu anderen großen Volkswirtschaften hat die japanische Zentralbank die Zinssätze nicht erhöht und die Zinssätze des Landes sind immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Zentralbanken in den USA und Europa haben die Zinssätze deutlich erhöht, um die Inflation zu bekämpfen. Diese höheren Zinssätze üben Druck auf den Wert der japanischen Währung aus.

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