Fußballspieler nach Unterstützungsbekundungen für Palästinenser suspendiert

Der französische Klub OGC Nizza gab am Mittwochmorgen bekannt, dass er Verteidiger Youcef Atal auf unbestimmte Zeit sperren wird. Der algerische Nationalspieler soll in sozialen Netzwerken ein Video mit antisemitischen Konnotationen veröffentlicht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob ihm „Befürwortung des Terrorismus“ vorgeworfen wird. Ein heikles Thema in Nizza, denn 2016 war die Stadt Ziel eines Terroranschlags.

Atal hat den betreffenden Beitrag mittlerweile gelöscht und sich entschuldigt. Nach einem Gespräch mit Atal beschloss Nice jedoch, ihm die Teilnahme am Training und an Wettkämpfen zu verweigern. Der Verein aus Südfrankreich behauptet, seine Standards und Werte zu verteidigen.

Der Krieg in Israel und im Gazastreifen führte auch dazu, dass der deutsche FSV Mainz Anfang dieser Woche den Stürmer Anwar El Ghazi suspendierte. Auf Instagram drückte er seine Unterstützung für die Palästinenser aus. El Ghazi, der kürzlich von der PSV kam, glaubt unter anderem, dass es im Gazastreifen zu „Völkermord und massiver Zerstörung“ gekommen sei. Er hat auch seinen Beitrag gelöscht.

Eine „inakzeptable“ Position

Mainz sprach mit El Ghazi, woraufhin entschieden wurde, dass er in naher Zukunft nicht mehr zum Verein kommen muss. Die Position von El Ghazi sei „inakzeptabel“, hieß es in einer Stellungnahme des Bundesligisten. Es ist unklar, ob der 28-jährige Stürmer jemals zum deutschen Verein zurückkehren kann.

In Deutschland sind Äußerungen gegen den jüdischen Staat Israel besonders heikel. Weltmeister Bayern München trifft nach der Länderspielpause auf Noussair Mazraoui, teilte der Verein der Nachrichtenagentur DPA mit. Der ehemalige Ajax-Spieler postete in den sozialen Medien ein Video, in dem er den Palästinensern den Sieg im Konflikt mit Israel wünschte. „Wir haben dies unmittelbar nach dem Terroranschlag auf Israel öffentlich und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht“, sagte der Club. „Wir kümmern uns um unsere Freunde in Israel und stehen ihnen zur Seite. » Die Bayern haben mit Daniel Peretz einen israelischen Torhüter in ihren Reihen. Er hat sich bereits mehrfach gegen den Krieg ausgesprochen. Ob es Konsequenzen für Mazraoui geben wird, ist noch unklar.

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Adelhard Simon

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