Wirecard-Anleger fordern Schadensersatz von EY

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Investoren des insolventen deutschen Fintechs Wirecard wollen ihre Verluste vom Wirtschaftsprüfer EY wieder hereinholen.

Anleger wollen dies über eine niederländische Schadenstiftung tun, weil das niederländische Recht mehr Raum für Massenklagen bietet als das deutsche Recht. Investoren sagen, sie hätten einen Schaden von rund anderthalb Milliarden Euro erlitten.

Zuvor hatten Anleger bereits versucht, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin für ihren Schaden haftbar zu machen, weil diese angeblich ein paar Punkte fallen ließ. Doch in zwei Gerichtsverfahren entschieden deutsche Richter, dass dies nicht möglich sei. Nun zielen also die Pfeile auf EY Deutschland und EY Global.

Jahrelang hat EY den Jahresabschluss von Wirecard gebilligt, als am Ende rund zwei Milliarden Euro an Vermögenswerten in der Bilanz nicht existierten. Zuvor hatte bereits eine deutsche parlamentarische Untersuchung scharf über die unzureichende Kontrolle von EY über Wirecard entschieden.

Nach die Initiatoren der Claims Foundation, der Deutsche Anlegerverband DSW und zwei Anwaltskanzleien, mehr als 30.000 betrogene Anleger, die zusammen rund anderthalb Milliarden Euro fordern. Demnach bietet die niederländische Stiftung die Möglichkeit, Opfer aus verschiedenen europäischen Ländern gleichzeitig zu vertreten.

Quelle: ANP/Buchhalter

Helfried Beck

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