Vor allem Schwellenländer haben großes Interesse an der Metaverse

Die Begeisterung für das Metaversum ist in Ländern wie Indien, China, Saudi-Arabien, Kolumbien und Peru am größten. In Schwellenländern sind oft zwei Drittel der Menschen von der technologischen Entwicklung des Metaversums begeistert, während dies in relativ wohlhabenden Ländern oft weniger der Fall ist.

Metaverse

Das Metaverse ist nicht nur etwas, das Facebook (jetzt Meta) erfunden hat. Es ist größer als das: Viele bekannte Spieletitel wie Roblox und Minecraft sind im Prinzip auch Metaversen für sich. Doch es wird als etwas Größeres gesehen, etwas, das kommen wird: eine neue Art, im Internet zu surfen, eine neue Art, sozial zu sein, und eine neue Art, Geld auszugeben und einzukaufen. Es wird viel investiert und obwohl es manchmal durch allerlei Dinge (wie Krieg und Pandemie) etwas zurückgeworfen wird, ist es definitiv etwas, das sich noch in der Entwicklung befindet.

Forschungsagentur Ipsos führte eine globale Umfrage für das Weltwirtschaftsforum durch, um festzustellen, wie viel des Metaversums auf der ganzen Welt am Leben ist. In 29 Ländern wurden Erwachsene zu ihrem Wissen und ihrer Begeisterung für das Metaversum befragt. Die Studie wurde an 21.005 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist sich des Metaversums bewusst (52 %) und 50 % stehen der möglichen Nutzung von Virtual und Augmented Reality in ihrem täglichen Leben sogar positiv gegenüber. Diese Begeisterung ist besonders stark in Schwellenländern.

Schwellenländer sind begeistert

In Ländern wie Belgien, Polen, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden ist dieser Enthusiasmus viel geringer. Weniger als ein Drittel ist sogar mit dem Metaversum vertraut. Junge Erwachsene, Menschen mit hohem Bildungsstand und Männer stehen dieser neuen Webseite jedoch häufiger positiv gegenüber, während Frauen und ältere Menschen ihr deutlich weniger positiv gegenüberstehen. Es gibt also Arbeit für Unternehmen, die ohnehin oft im Metaversum präsent sind. Denken Sie an Nike, Adidas und H&M, die alle auf die eine oder andere Weise in einem der vielen uns bekannten Metaversen zu finden sind.

Leider wissen wir nicht, warum es in Schwellenländern so viel mehr Begeisterung für das Metaversum gibt. Dies kann daran liegen, dass das heutige Internet mit seinen vielen Social-Media-Kanälen größtenteils von wohlhabenderen westlichen Nationen betrieben wird (denken Sie an Twitter, Facebook und Snapchat). Diese „neue Welt“, das Metaversum, könnte für genau diese Länder eine neue Chance darstellen, ihr Glück zu versuchen. Schließlich hat China in den letzten Jahren ein enormes technologisches Wachstum erlebt. Nicht nur mit erfolgreichen Social Media wie TikTok, sondern auch im Bereich Gadgets (Oppo, OnePlus, Xiaomi) und 5G und anderen Verbindungstechnologien (Huawei).

kleine Welten

Im Moment ist noch Kaffeesatz zu beachten. Wir wissen noch nicht, wie sich das Metaversum in den kommenden Jahren entwickeln wird, wie wir es angehen und für welche Zwecke wir es verwenden werden. Werden hier ein paar „Große“ aufsteigen, oder ist das eher ein Metaversum, wie der Name schon sagt: eine Welt aus all den kleinen Welten? Auf jeden Fall wird es vor allem aus bestimmten Regionen der Welt sehnsüchtig erwartet.

Helfried Beck

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