Versicherer Aegon und Chip-Unternehmen am unteren Ende des unteren AEX – Wel.nl

AMSTERDAM (AP) – Der Versicherer Aegon und die Chipunternehmen ASMI, Besi und ASML standen am Dienstag am Ende des AEX-Index, wodurch frühere Gewinne wieder verpufften. An den Märkten hielt sich die Angst, dass die Eurozone in eine Rezession stürzen könnte. Eine wirtschaftliche Kontraktion gibt der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig Spielraum, um die hohe Inflation mit Zinserhöhungen zu bekämpfen. Unter anderem deshalb fiel der Euro auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwanzig Jahren.

Der Hauptindex am Beursplein gab um die Mittagszeit um 0,6 % auf 655,68 Punkte nach. Der MidKap fiel um 1,2 % auf 886,64 Punkte. Die Börsen Frankfurt, London und Paris verloren bis zu 1,2 %.

Der Euro war 1,0285 $ wert, gegenüber 1,0428 $ am Vortag. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember 2002. Die Angst vor einer Rezession in der Eurozone wurde am Dienstag weiter geschürt, nachdem bekannt wurde, dass sich das Wachstum im Dienstleistungssektor der Eurozone im Juni auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten verlangsamt hatte.

Ägon

Aegon kämpfte mit einer Verkaufsempfehlung von Exane BNP Paribas und verlor 4,6 %. ASMI, Besi und ASML folgten mit Rückgängen von bis zu 4,4 %. Tech-Investor Prosus war der größte Aufsteiger an der AEX, der um mehr als 3 % stieg. Wolters Kluwer legte um 0,2 % zu. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Kaufberatung des Informationsanbieters verstärkt.

Aalberts verlor im MidKap 2,2 %. Der Industriezulieferer hat KML Linear Motion Technology und KML Precision Machining in Österreich übernommen. Der Jahresumsatz von KML, einem Spezialisten für Präzisionsgeräte für die Chipindustrie, beträgt rund 35 Millionen Euro.

Vereinen

In Frankfurt fiel Uniper um mehr als 1 %. Das deutsche Energieunternehmen stürzte am Montag aufgrund von russischen Gasversorgungsproblemen um fast 28 % ab. Die Bundesregierung soll dem Unternehmen jedoch helfen wollen. Eine Verstaatlichung von Uniper wäre eine der Möglichkeiten.

SAS stürzte um 15 % ab. Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft hat in den USA Insolvenz angemeldet. SAS-Piloten wollen streiken, wodurch dem angeschlagenen Unternehmen weitere Geldverluste drohen.

Sainsburys

In London legte Sainsbury um 0,8 % zu. Die britische Supermarktkette verzeichnete im letzten Quartal einen Umsatzrückgang, da die britischen Verbraucher aufgrund der hohen Inflation vorsichtiger mit ihren Ausgaben geworden sind. Die Gewinnprognose von Sainsbury für das Gesamtjahr wurde beibehalten.

Ein Barrel US-Öl kostet mit 108,46 $ einen Bruchteil mehr. Brent-Öl wurde 1,3 % billiger bei 112,00 $ pro Barrel.

Helfried Beck

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