Uralte Glasmarke Riedel befürchtet vorübergehenden Produktionsstopp


Foto: ANP

Die uralte Glasmarke Riedel aus Kufstein, Österreich, befürchtet, dass sie aufgrund des Gasstreits zwischen Europa und Russland die Produktion vorübergehend einstellen muss. Wenn das Unternehmen mit Energierationen zu tun hat, muss es wahrscheinlich seine Öfen ausschalten, und das ist schwierig. Ein solcher Ofen ist so konstruiert, dass er immer eingeschaltet ist. Wenn er abgekühlt wird, kann er sogar kaputt gehen.

Das teilte Maximilian Riedel vom Hersteller von Luxusweingläsern und Dekantern mit. Er leitet das seit 1756 bestehende Familienunternehmen in der elften Generation. Die Energiekosten des Unternehmens sind in den letzten Monaten bereits um mindestens 30 % gestiegen, die Öfen laufen aber bis heute auf Hochtouren. Riedel rechnet sogar mit weiter steigenden Energiepreisen.

Unternehmen in ganz Europa machen sich auf das Schlimmste gefasst, während die Regierungen Notfallpläne für mögliche Gasknappheit im Winter vorbereiten. Riedel hat mehrere Fabriken in Deutschland und die Regierung arbeitet bei Bedarf an einem Stromverteilungsplan. Die Frage ist, wo genau ein Unternehmen wie Riedel auf der Prioritätenliste der Regierung stehen wird, da es sich um einen Lieferanten nicht lebensnotwendiger Güter handelt.

In der deutschen Politik wurden Glasmacher als Beispiel dafür angeführt, warum die Regierung bei der Gasrationierung sehr vorsichtig sein sollte. Aber diese Diskussion konzentrierte sich hauptsächlich auf ein Unternehmen wie Gerresheimer, das Glas herstellt, das zur Herstellung von Impfstofffläschchen verwendet wird. Es ging nicht um Luxushersteller wie Riedel.

Adelbert Eichel

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