Unternehmerbuch der Woche: ‚Wir, die Roboter‘ der Technikphilosophen…

So spät –

Rob Meesen ist einer der meistgelesenen Unternehmer Limburgs. Zwischen 250 und 300 Bücher liest der Mitinhaber von TopChange im Jahr. Jede Woche schreibt er ein Unternehmerbuch für WijLimburg. Heute: „Wir, Roboter“ (Lode Lauwaert, 2021).

„Die verdorbenen Algorithmen eines verpfuschten menschlichen Gehirns können nicht mit der reinen Logik künstlicher Intelligenz geheilt werden.“ (Marcel Bullinga, Alles zum Roboter!

Ich habe eine große Auswahl an Büchern über Roboter und künstliche Intelligenz in meiner Bibliothek. Es enthält eine große Vielfalt an Perspektiven zwischen Gut und Böse. Wissenschaftler, Journalisten, Tech-Unternehmer, große Namen der Science-Fiction, Futuristen, Romanautoren und Historiker. Lode Lauwaert fügt hinzu Wir die Roboter Sein Standpunkt als Philosoph. Der Autor lehrt Technikphilosophie an der Katholischen Universität Löwen. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind Technologie in Ethik, Kulturphilosophie und philosophischer Anthropologie. Lauwaert schreibt in der Tradition von Isaac Asimov. Sie sagt nicht das Unvermeidliche voraus, sondern weist auf das Mögliche und Denkbare hin. Lauwaerts Gedankenexperiment bietet tiefe Einblicke zur Selbstreflexion über meine Überzeugungen als Robotimist und Futurist.

Nicht neutral

Der Historiker Melvin Kranzberg glaubte, dass die gesamte Geschichte relevant ist, aber die Technologiegeschichte ist die relevanteste. Technik, sagt er, sei eine sehr menschliche Tätigkeit, ebenso wie die Geschichte der Technik. Durch die Analyse dieser Geschichte kam Kranzberg zu dem Schluss, dass die Technologie weder gut noch schlecht war. Aber sicher nicht neutral. Lode Lauwaert geht die philosophische Perspektive in Kapitel 1 durch Wir die Roboter zum gleichen Schluss. Indem er die sechs Todsünden der künstlichen Intelligenz wie ein versierter Chirurg seziert, kommt er in Kapitel 2 zu dem Schluss, dass wir nicht sagen können, dass diese Technologie disruptiv ist. Das dritte Kapitel ist vielleicht der komplizierteste Teil des Buches. Durch seine fundierte Argumentation und seine praktischen Beispiele macht der Löwener Philosoph aber auch seine philosophische Suche nach dem bestimmenden Charakter der Technik sehr zugänglich.

Hippokratischer Roboterschwur

Wir die Roboter bezieht sich auf Technik. Über die intelligenten und dummen künstlichen Dinge, die wir herstellen. Über die neutrale, disruptive und definierende Natur von Technologie. Lauwaert bezieht in seinen Gedanken auch das Denken der Technik-Optimisten meiner Büchersammlung mit ein. Mögen Der Wille der Technik von Kevin Kelly (Herausgeber von verdrahtet) und Digital von Thierry Geerts (Google Belgium and Luxembourg Director).

Die Prüfung Die Nachfrage nach Technologie Den deutschen Philosophen Martin Heidegger kannte ich nicht. Dies ist eine mutige Entscheidung von Lauwaert, da Heidegger ein Sympathisant des Naziregimes war. Und es bleibt empfindlich. Aber seine Begründung, Heidegger einen Platz in der philosophischen Perspektive der Technik einzuräumen, macht Sinn. Während des Lesens Wir die Roboter die Neuronen in meinem Kopf verbanden Lauwaerts Philosophie ständig mit den Gedanken von Marcel Bullinga in seinem letzten Buch Alles zum Roboter! Im Ethikkapitel leistet der 2019 verstorbene Futurist seinen hippokratischen Eid auf den Roboter, formuliert aus Sicht von Robotern und künstlicher Intelligenz (KI). Ich bin gespannt, ob Lode Lauwaert das auch für eine gute Idee für Ingenieure und Programmierer hält. Technologie ist schließlich nicht neutral. Die Technologie spiegelt den Geschmack der Schöpfer und die Art der Daten wider, die die Algorithmen speisen. Es kann sowohl gutartig als auch bösartig sein.

Kompass

Wir die Roboter ist einer von fünfzehn Sachbuchtiteln, die für die Auszeichnung „Wichtigstes Buch des Jahres“ nominiert sind. Laut der Organisation ist das wichtigste Buch ein Buch, das jetzt gelesen werden muss, um diese Ära zu verstehen: Es ist relevant, einflussreich und bietet eine neue Perspektive. Es initiiert eine gesellschaftliche Diskussion, enthüllt eine Evolution oder offenbart etwas Neues. Es basiert nicht nur auf umfangreicher Recherche, sondern ist auch hervorragend geschrieben: fesselnd und originell. Wir die Roboter passt eigentlich zu dieser Beschreibung. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem validierten Technologie- und KI-Paradigma. Dies kann jedem Unternehmer einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Es ist ein ökonomischer und ethischer Kompass für die vierte industrielle Revolution. Sind Sie Technik-Optimist oder Technik-Pessimist? Gehören Sie zum Lager der technikbegeisterten oder technikfeindlichen Alarmisten? Welche Grundüberzeugungen liegen Ihrer Position in der Roboter- und KI-Debatte zugrunde? Und wie bestimmen sie Ihre Strategie und Pläne für Investitionen in die vierte industrielle Revolution? Starten Sie die Suche!

Helfried Beck

„Analyst. Totaler Alkoholkenner. Stolzer Internet-Fan. Ärgerlich bescheidener Leser.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.