Solar Magazine – Aufstrebender flämischer Ersatzmarkt für Wechselrichter: „Alte und neue Erlösmodelle erschweren Entscheidungen“

Der erste Solarenergie-Boom in Flandern geht auf die Jahre 2008 und 2009 zurück. Das bedeutet, dass immer mehr Wechselrichter aus dieser Zeit das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Es entsteht ein Ersatzmarkt.

Das bringt neue Chancen, aber auch Herausforderungen. Solar Magazine hat 2 flämische Installateure von Solarmodulen – Intellisol und Alfasun – von Anfang an zum aktuellen Stand der Dinge befragt. „Die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist eine komplexe Angelegenheit.“

Der weltweite Ersatzmarkt für Solarwechselrichter wächst. Europa ist führend, insbesondere in Deutschland, das ein früher Anwender der Solarenergie war, sowie in Ländern wie Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich. Die erste Welle des großflächigen Einsatzes von PV in Flandern fand vor etwa 15 Jahren statt, dank einer erheblichen Subvention in Form von Zertifikaten für grüne Energie. Das bedeutet, dass auch hier immer mehr Wechselrichter ausgetauscht werden müssen.

Reparieren
„Das beobachten wir jetzt immer häufiger“, sagt Herman Daniëls, Geschäftsführer von Intellisol de Maaseik. „Die ersten Kunden aber auch neu klopfen an unsere Tür, weil ihr Wechselrichter aufgegeben hat. Es ist nicht seltsam. Die Lebensdauer von Wechselrichtern ist einfach viel kürzer als die von Solarmodulen. Die erste Frage, die man sich in einem solchen Fall natürlich stellt, ist, ob ein solcher Wechselrichter reparabel ist. Möglich ist das in vielen Fällen, aber ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Die Technologie hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Es ist jedoch hauptsächlich die Entwicklung der Regierungspolitik und -vorschriften in den letzten Jahren, die den Ersatzmarkt komplex macht.

Neues Erlösmodell
Anfang 2021 verschwand der Vorteil des invertierten Zählers für Besitzer von Solarmodulen (d. h. die flämische Variante des niederländischen Ausgleichssystems), die auch über einen intelligenten Zähler verfügen. Für sie zahlt sich die Einspeisung der Überproduktion von Solarenergie in das Stromnetz wenig aus. Im selben Jahr führte die flämische Regierung jedoch einen Bonus für den Kauf einer Haushaltsbatterie ein. Für Haushalte, die Solarpanels auf dem Dach haben oder in Solarenergie investieren möchten, ergibt sich dadurch eine völlig neue Situation. Hausbatterien fliegen wie warme Semmeln über die Theke, sie sind Teil des PV-Erlösmodells. Das bedeutet, dass alte Wechselrichter in der Regel durch Hybrid-Wechselrichter ersetzt werden, die in der Regel Hunderte von Euro mehr kosten.

Gleiche Kraft
„Außerdem gelten seit diesem Jahr neue Gesetze“, erklärt Daniëls. „Personen, die seit mehr als einem Jahrzehnt Solarmodule besitzen, erhalten immer noch eine günstige Förderung durch Ökostromzertifikate. Sie sind 20 Jahre gültig. Wenn sie ihn nicht verlieren wollen, muss ein neuer Wechselrichter etwa die gleiche Leistung wie der alte haben, wurde kürzlich festgestellt. Der Austausch des Wechselrichters und die gleichzeitige Erweiterung einer PV-Anlage ist daher ein Problem, sofern diese überdimensioniert ist. In Fällen, in denen es in Verbindung mit diesen grünen Zertifikaten einen Produktionszähler gibt, aber noch keinen Smart Meter, muss ein Zweiwege-Produktionszähler mit einem Wechselrichter mit DC-Batterie aus der Digitalzähleranlage platziert werden, es sei denn, die Batterie ist an einen zweiten angeschlossen AC-Wechselrichter ohne Sonnenkollektoren.‘

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel in der Ausgabe Mai 2022 des Solar Magazine.

Helfried Beck

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