Holländischer Sektenführer hört Urteil in Deutschland: Darauf kommt es JETZT an

Das Gericht im deutschen Kleef entscheidet am Donnerstag im Fall eines 59-jährigen holländischen Sektenführers. Ihm wird vorgeworfen, eine Frau jahrelang eingesperrt und missbraucht zu haben.

Der Mann wird verschiedener schwerer Straftaten verdächtigt. Er soll die Frau 14 Jahre lang sexuell missbraucht haben. Es begann, als sie ein Kind war. Außerdem wird er wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt. Die Frau durfte das Kloster, in dem die religiöse Sekte die ganze Zeit residierte, nicht verlassen.

Der Mann sollte später sogar mit der heute 26-jährigen Frau verheiratet sein. Ob die Frau dieser Heirat freiwillig zugestimmt hat, ist unklar.



Der Mann ist Pastor im Orden der Transformers. Die religiöse Bewegung wurde um 2003 gegründet und hatte ihren Sitz in Hoeven in Brabant. Von dort kamen auch die ersten Berichte über mutmaßlichen Kindesmissbrauch.

Später zog der Orden in das ehemalige Kloster Graefenthal in der deutschen Stadt Goch, gleich hinter der Grenze in der Nähe von Nijmegen. Der Mann würde Prophet genannt werden und dort als Anführer der Gemeinde fungieren. Das weibliche Opfer war ein Mitglied der Sekte.

Der Verdächtige wurde im Oktober 2020 festgenommen, nachdem die Polizei das Kloster durchsucht hatte. Anwohner der Region hatten der Polizei mitgeteilt, dass eine Frau in Gefangenschaft gehalten werde.

Im Dezember desselben Jahres überfiel die Polizei erneut das Kloster. Beschlagnahmt wurden unter anderem ein Laptop, USB-Sticks und andere Datenträger. Auch der Reisepass des Opfers wurde beschlagnahmt.

Der Prozess gegen den Verdächtigen begann im Juni.

Die deutsche Staatsanwaltschaft hatte Anfang Dezember acht Jahre Haft gegen den Verdächtigen beantragt. Bisher war davon ausgegangen worden, dass der Mann zu lebenslanger Haft verurteilt werden könnte.

Das Gericht konnte die Beschwerde nicht weiter erläutern, da der Fall hinter verschlossenen Türen geführt wird. Fast alle Sitzungen waren für die Öffentlichkeit und die Presse nicht zugänglich, da intime Themen besprochen wurden.

Anwälte des Angeklagten sagen, er sei unschuldig. Nach Angaben der Verteidigung waren die Opferaussagen erfunden.

Lorelei Schwarz

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