Hoekstra kritisiert Forderungen nach einem Waffenstillstand in der Ukraine


Foto: ANP

Es sei Sache der Ukraine, selbst zu entscheiden, wann das Land für Waffenstillstandsverhandlungen bereit sei, sagte Außenminister Wopke Hoekstra. Es ist nicht klug, darauf zu bestehen, denn wer unter Zeitdruck steht, hat eine schwächere Verhandlungsposition.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und Bundeskanzler Olaf Scholz haben in den vergangenen Tagen unter anderem zu einem Waffenstillstand in der Ukraine aufgerufen. Dies ist unter anderem deshalb in die Kritik geraten, weil es nicht mehr zugunsten der Ukraine wäre.

Hoekstra glaubt, dass der Kampf noch einige Zeit andauern wird. Wenn die Ukraine einen Waffenstillstand aushandeln wolle, verdiene sie die Unterstützung des Westens, „aber es liegt an ihnen“, sagte er, bevor er mit seinen Kollegen aus anderen Nato-Staaten in Berlin sprach. Bis dahin müssen sie sicherstellen, dass sich die Ukraine von Russland fernhalten kann. „Denn die harte Realität ist, dass diejenigen, die auf dem Schlachtfeld stark sind und nicht unter Zeitdruck stehen, eine bessere Position am Verhandlungstisch haben.“

Helfried Beck

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