Hauptunterschiede im Technologiedesign

In China und Indien sind die Menschen sehr davon überzeugt, dass Technologie die Welt zu einem besseren Ort macht. In den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland ist dieser Glaube viel geringer. Bei Künstlicher Intelligenz (AI) und 5G gehen die Meinungen stark auseinander.

Dies ergibt sich aus der Bosch Tech Compass, eine in fünf Ländern durchgeführte Umfrage. Die Ergebnisse wurden gestern auf der Technologiemesse CES in Las Vegas bekannt gegeben.

Fast drei Viertel glauben, dass Technologie die Welt zu einem besseren Ort macht. Mehr als drei Viertel der Befragten weltweit sind der Ansicht, dass technologischer Fortschritt der Schlüssel zum Kampf gegen den Klimawandel ist.

Die Chinesen sind am stärksten davon überzeugt, dass Technologie heute ausreichend eingesetzt wird, um die großen Probleme unserer Zeit zu lösen: 83 %. Als nächstes kommen die Inder (77 %). In den USA ist weniger als die Hälfte davon überzeugt, während in Großbritannien (37 %) und Deutschland (29 %) eine deutliche Minderheit optimistisch ist.

Auch die Art der erwarteten Technologie unterscheidet sich von Kontinent zu Kontinent. Westliche Länder haben hohe Erwartungen an grüne Technologien. Asien glaubt fest an KI und 5G. Die Befragten in China und Indien sind davon überzeugt, dass intelligente und vernetzte Technologien wie KI und 5G einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben werden.

Anderswo ist das anders. Etwa ein Drittel aller Befragten in den Vereinigten Staaten und Europa geben an, dass sie KI als die größte technologische Bedrohung ansehen. „Die Lösung dieser Probleme und der Aufbau von Vertrauen in digitale Technologien werden für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sein und sich auch auf das Verbraucherverhalten auswirken“, sagte Bosch-CEO Stefan Hartung gestern in Las Vegas.

Das spiegelt sich auch in einem weiteren Umfrageergebnis wider: Vier von fünf Menschen weltweit glauben, dass der Erfolg eines Unternehmens in Zukunft davon abhängt, digitales Vertrauen bei Kunden aufzubauen. Dies wird laut Befragten immer wichtiger: Für 43 % spielt das Vertrauen in die digitale Welt eine wichtigere Rolle als das Vertrauen in die analoge Welt.

Helfried Beck

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