Formel-1-Chef will wieder Rennen in Deutschland und Afrika: „Ich sehe kein wirkliches Interesse aus Deutschland, unglaublich“ Formel 1

Stefano Domenicali hofft, Deutschland wieder für die Formel 1 begeistern zu können. Der Geschäftsführer der Hauptkategorie Motorsport findet es „bedauerlich“, dass in dieser Saison wieder kein Grand Prix in Deutschland ausgetragen wird.

,,Das Interesse aus der ganzen Welt ist so groß, dass man problemlos auf etwa dreißig verschiedenen Strecken fahren kann. Wir müssen dafür sorgen, dass die traditionellen Schaltungen ihren Platz behalten. Aber leider sehe ich kein wirkliches Interesse aus Deutschland, wieder Teil des Formel-1-Kalenders zu sein. Das ist sehr schade und eigentlich unglaublich“, sagte Domenicali gegenüber Sport1 Die Formel 1 hat genug deutsche Einflüsse, um einen Grand Prix zu rechtfertigen.

Der Italiener, zuvor Teamchef bei Ferrari, wird in den kommenden Monaten Gespräche mit Besitzern von Rennstrecken wie dem Nürburgring und Hockenheim führen. ,,Und eventuell auch mit anderen Interessenten. Es sollte eine offene Diskussion darüber geführt werden, wie die Formel 1 nach Deutschland zurückkehren kann.“


Der Kalender dieser Saison umfasst 23 Grand Prix, einen mehr als im Vorjahr. Das letzte Rennen auf deutschem Boden im Jahr 2020 war der Große Preis der Eifel auf dem Nürburgring. Das letzte Rennen war ein Jahr zuvor in Hockenheim. Aufgrund finanzieller Probleme verschwanden beide Strecken aus dem Kalender.

Afrika

Auch Domenicali will mit der Formel 1 nach Afrika zurückkehren. „Eine Rückkehr nach Afrika, egal ob Nord oder Süd, wäre toll. Wie schnell uns das gelingt, hängt auch von der Situation rund um das Coronavirus ab. Der letzte Grand Prix auf dem afrikanischen Kontinent geht auf das Jahr 1993 in Südafrika zurück.

Der Formel-1-Boss freut sich auf ein weiteres WM-Duell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton. ,,Aber ich hoffe auch, dass sich andere Piloten an diesem Kampf beteiligen können. Wir haben so viele talentierte junge Fahrer, dass das Feld extrem stark ist. Die Frage ist, ob mit den neuen Autos mehr Fahrer um Siege und WM-Titel mitfahren können.


Helfried Beck

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