EU und G7 versuchen ukrainische Exporte zu retten

Die sieben reichsten westlichen Industrieländer (G7) und die Europäische Union wollen sicherstellen, dass die Ukraine trotz der russischen Invasion ein bedeutender Getreideexporteur bleiben kann. Derzeit lagern mehr als 25 Millionen Tonnen Getreide in ukrainischen Häfen, hauptsächlich in Odessa. Dieser Bestand kann wegen des Krieges nicht transportiert werden.

Die Europäische Union hat die Zollbehörden der vier EU-Nachbarstaaten der Ukraine (Slowakei, Polen, Rumänien und Ungarn) aufgefordert, der Abwicklung ukrainischer Transporte Vorrang einzuräumen. Zuvor hatte die EU beschlossen, alle Zölle auf die Einfuhr ukrainischer Produkte auszusetzen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat zum Auftakt der G7-Gespräche vor einer kriegsbedingten Ernährungskrise insbesondere in Afrika und im Nahen Osten gewarnt. Es liegt nun an den sieben reichsten Demokratien der Welt, diese Länder nicht im Stich zu lassen, sagte sie. Deutschland ist derzeit rotierender Präsident der G7.

UKRAINE THEMA: Russland marschierte am 24. Februar in die Ukraine ein. Dieser Krieg hatte auch Folgen für die niederländische Landwirtschaft. Verfolgen Sie die neuesten Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine.

Auch das Treffen der G7-Agrarminister findet an diesem Wochenende in Stuttgart statt. Minister Cem Özdemir warf Russland erneut vor, Hunger als Waffe einzusetzen. Gemeinsam mit der EU und europäischen Partnern suchen die G7-Staaten nach alternativen Transportwegen für ukrainisches Getreide. Das könnten Land, Schiene oder die Donau sein, sagte Özdemir dem Deutschlandfunk.

breitere Spur

Weil die Züge in der Ukraine auf einem breiteren Gleis fahren, muss alles an den Grenzübergängen in die Nachbarländer umgeschlagen werden. Das führt zu Staus und Verzögerungen. Die EU forderte die europäischen Spediteure auf, zusätzliche Umschlaggeräte und Container zu schicken.

Helfried Beck

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