Erste recycelbare Rotorblätter in einem deutschen Windpark installiert

Die erste Windkraftanlage mit RecyclableBlades von Siemens Gamesa wurde installiert. Die recycelbaren Rotorblätter wurden im Rahmen des RWE-Windparks Kaskasi in Deutschland installiert. Dieser Park liegt 35 Kilometer nördlich der Insel Helgoland in der deutschen Nordsee.

RecyclableBlades sind die weltweit ersten recycelbaren Rotorblätter für Windkraftanlagen für den kommerziellen Offshore-Einsatz. Die Klingen können nach ihrer Lebensdauer in verschiedene Materialien getrennt werden. Dadurch können Materialien für neue Anwendungen recycelt und die Lebensdauer von Windkraftanlagen erhöht werden.

Windzirkularität

Die Blades wurden vor einem Jahr von Siemens angekündigt. „Jetzt ist es an der Zeit, den Klimanotstand anzugehen, und wir müssen dies ganzheitlich tun. Mit der wegweisenden Windzirkularität – bei der die Elemente zu einer Kreislaufwirtschaft für die Windindustrie beitragen – haben wir einen wichtigen Schritt in einer Gemeinschaft getan, die dem Umweltschutz Priorität einräumt. Die RecyclableBlades sind ein weiteres konkretes Beispiel dafür, wie Siemens Gamesa an der Spitze der technologischen Entwicklung in der Windindustrie steht“, sagte Andreas Nauen, CEO von Siemens Gamesa, während der Präsentation der Rundmesser.

Recycling ist seit langem ein wichtiges Thema bei der Entwicklung von Windenergieanlagen. Beispielsweise sind der Turm und die Gondel der Turbinen in vielen Fällen (teilweise) recycelbar. Die in Rotorblättern von Windkraftanlagen verwendeten Verbundmaterialien waren jedoch schwieriger wiederzuverwenden. Mit den RecyclableBlades will Siemens Gamesa das ändern. Das Unternehmen sieht die Klingen als wichtigen Schritt in eine Zukunft, in der die vollständige Recyclingfähigkeit von Projekten eine Marktanforderung ist. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 vollständig recycelbare Windenergieanlagen zu bauen.

Verwandelt in Koffer oder Fernseher

Bereits während der Markteinführung hat das Unternehmen angekündigt, im Projekt Kaskasi mit RWE die ersten Windenergieanlagen mit recycelbaren Flügeln zu installieren. Die Klingen bestehen aus einer Kombination von Materialien, die mit Harz behandelt werden, um eine starke und starre Struktur zu schaffen. Mit RecyclableBlades können Harz, Kohlefaser, Holz und andere Materialien mit einer leicht sauren Lösung voneinander getrennt werden. Diese Materialien können dann in der Kreislaufwirtschaft verwendet werden. Und zum Beispiel zu Schachteln oder Gehäusen für Fernseher verarbeitet werden, ohne dass dafür neue Rohstoffe benötigt werden.

Sven Utermöhlen, CEO von Wind Offshore, RWE Renewables: „Das Testen der weltweit ersten recycelbaren Windturbinenblätter unter Betriebsbedingungen in unserem Offshore-Windpark Kaskasi ist ein wichtiger Schritt, um die Nachhaltigkeit von Windturbinen auf die nächste Stufe zu heben. Die erste mit RecyclableBlades von Siemens Gamesa ausgestattete Turbine erzeugt Strom. Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen sollte stark vorangetrieben werden. Ein schnellerer Offshore-Ausbau ist besonders wichtig, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig mehr Energiesouveränität zu schaffen. Wir von RWE wollen dazu beitragen und die Inbetriebnahme der ersten Turbine in unserem Offshore-Windpark Kaskasi ist ein klares Zeichen dafür.

81 Meter lang

Schließlich will RWE mehrere Windkraftanlagen in seinem Windpark Kaskasi mit den B81 RecyclableBlades ausstatten. B81 stellt die Länge der Blätter dar, die 81 Meter lang sind. Der Windpark wird schließlich aus 38 SG 8.0-167 DD Windturbinen bestehen, die zusammen 342 MW nachhaltige Energie erzeugen. RWE liefert diesen Strom an 400.000 deutsche Haushalte.

Die RecyclableBlade-Technologie ist auch für die 108-Meter-B108-Blätter der Offshore-Windturbinen SG 14-222 DD und die 115-Meter-B115-Blätter für die SG 14-236 DD-Turbinen erhältlich.

Autor: Wouter Hoeffnagel
Foto: Pixabay/Steppestars

Helfried Beck

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