Die Niederlande müssen Energieunternehmen noch nicht retten | Politik

In Frankreich und Deutschland werden Milliarden weggeworfen, um Energiekonzerne vor dem Untergang zu bewahren. Staatliche Beihilfen sind in den Niederlanden jedoch noch kein Thema.

Paris stellt 9,7 Milliarden Euro bereit, um EDF zu erwerben, das größte Energieunternehmen Frankreichs, das sich vollständig im Besitz des Staates befindet. Der Kernkraftwerksbetreiber befindet sich aufgrund hoher Schulden und gestiegener Ausgaben in finanziellen Schwierigkeiten. Mit dem Eingriff will Frankreich sicherstellen, dass ausreichend Strom zur Verfügung steht.

Auch in Berlin liegt ein Plan auf dem Tisch, dem Energiekonzern Uniper zu helfen. Der Gigant war einst Hauptimporteur von russischem Gas, doch jetzt, da Moskau als Vergeltung für europäische Sanktionen zunehmend den Hahn zudreht, droht dem Unternehmen der Zusammenbruch. Die Bundesregierung wolle für einen Betrag von 5 bis 10 Milliarden Euro einspringen, heißt es Handelsblatt.

„Kein Signal“

Rettungsaktionen stehen in den Niederlanden vorerst nicht auf der Tagesordnung. Der Sprecher von Minister Rob Jetten (Klima und Energie) sagte, er habe „keine Anzeichen“, dass Energieunternehmen in Not geraten seien.

Der Gashändler GasTerra, im Besitz von Shell, ExxonMobil und dem niederländischen Staat, war der größte Importeur von russischem Gas in unser Land, bis Russland Ende Mai die Lieferungen stoppte, weil GasTerra sich weigerte, sich zu beteiligen. Jetten sagte, er erwarte keine Probleme. Nach Angaben des Ministers hatte sich das Unternehmen bereits auf diese Situation eingestellt und an anderer Stelle zusätzliches Gas eingekauft.



Adelbert Eichel

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