Die neue Online-Bank FIBR richtet sich an KMU

Die Niederlande (und Europa) haben eine Bank: FIBR. Die neue Digitalbank richtet sich gezielt an KMU in Europa. FIBR hofft, sich von seinen Mitbewerbern abzuheben, indem es die Stabilität einer Bank mit der Agilität und Technologie eines Fintechs kombiniert.

Von seinem Hauptsitz in den Niederlanden aus vergibt FIBR Kredite an kleine und mittlere Unternehmen in Europa. Ziel ist es, Unternehmen über die neue Technologieplattform von FIBR Zugang zu Finanzierungen von lokalen Kreditgebern (wie Creditshelf in Deutschland) zu verschaffen. Die neue Online-Bank hat derzeit sieben Kreditgeber im Onboarding-Prozess und bietet Kredite für Kunden in den Niederlanden, Deutschland, Finnland, Spanien, Irland und Großbritannien an.

Der nächste Schritt in der zukünftigen Strategie von FIBR besteht darin, dass europäische Kreditgeber ihr Wachstum mit der Plattform von FIBR in naher Zukunft durch eine integrierte Suite modularer Software für z.B. Zahlungen, Kreditverwaltung und Finanzierung als Dienstleistung weiter beschleunigen.

Die neue Bank vergibt auch direkt Kredite an KMU in Form von Geschäftskrediten und Betriebsmittelfinanzierungen (vor ihrer Gründung hatte FIBR bereits 20 Millionen Euro an ausstehenden Krediten mit über 175 Unternehmen in Großbritannien und den Niederlanden). Es ist auch für niederländische und deutsche Kunden möglich, ihre Ersparnisse mit Online-Banking einzuzahlen. 2022 will FIBR diese Sparoption auch britischen Sparern anbieten.

Bank für 99 % der Unternehmen

„Bis zu 99 % aller Unternehmen in Europa sind KMU und sie spielen eine entscheidende Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung und der Schaffung von Arbeitsplätzen nach der Pandemie“, erklärt die Bank. „In der Vergangenheit war es für Unternehmer nicht einfach, schnell und erschwinglich Kredite zu erhalten. Sicherzustellen, dass diese Unternehmen gut finanziert sind, steht im Mittelpunkt der Mission der FIBR, durch die die FIBR ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung von der Pandemie leisten möchte.

Ex-Pave und Ex-Goldman Sachser Oren Bass ist seit Mai 2020 CEO der FIBR und verantwortlich für die Zusammensetzung der Geschäftsleitung der Bank. Laut Bass hat das FIBR-Team Erfahrung in den Bereichen Unternehmertum, Technologie, Nichtbankenkredite und hat auch Fintechs wie New10, Revolut, Zopa und Starling mitbegründet.

„Das Beste aus beiden Welten“

„Tausende KMU in Europa sind in den letzten 20 Monaten erheblich unter Druck geraten und brauchen Finanzierung, um wieder zu wachsen“, sagt Bass. „Sparer wollen ihr Geld schützen und die Unternehmen unterstützen, die das Rückgrat der Gesellschaft bilden. Die Mission der FIBR besteht darin, zum Erfolg dieser KMU beizutragen, damit sich die europäische Wirtschaft erholen kann.

„Wir starten mit Kreditprodukten, weil dort die Nachfrage am höchsten ist. Unser Ansatz unterscheidet sich von dem anderer Banken. Beispielsweise haben wir unsere gemeinsame Expertise genutzt, um mit der Technologie und Agilität eines Fintechs eine starke und stabile Bank aufzubauen. Unsere Denkweise „Das Beste aus beiden Welten“ ermöglicht es uns, unsere starke finanzielle Position sowohl direkt als auch indirekt zu nutzen, indem wir unsere Kunden stärken und schnell auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren“, schließt Bass.

Helfried Beck

„Analyst. Totaler Alkoholkenner. Stolzer Internet-Fan. Ärgerlich bescheidener Leser.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.