Deutschland schließt drei seiner letzten sechs Kernkraftwerke | JETZT

Am Freitag werden drei der letzten sechs deutschen Atomkraftwerke geschlossen. Es ist der vorletzte Schritt des vollständigen Atomausstiegs, der vor zehn Jahren nach der Explosion eines Kernkraftwerks im japanischen Fukushima eingeleitet wurde. Die drei verbleibenden deutschen Kraftwerke werden Ende 2022 geschlossen.

Die drei Kernkraftwerke, in denen am Freitag die Lichter ausgehen, sind die von Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen. Die Kraftwerke sind seit rund 35 Jahren in Betrieb. Auch die Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim II werden Ende nächsten Jahres abgeschaltet. Zusammen machten die sechs Standorte im vergangenen Jahr 12 % der Stromerzeugung in Deutschland aus.

Die Schließung von Atomkraftwerken wird nach Angaben des Energiekonzerns E.ON voraussichtlich 1,1 Milliarden Euro kosten. Für den vollständigen Rückbau der Kraftwerke sowie für die Sanierung und Behandlung nuklearer Reststoffe wird ein Betrag von schätzungsweise 9,4 Milliarden Euro aufgewendet. Die Rückbauarbeiten dauern bis 2040.

Umweltverbände begrüßen das Ende der Atomkraft in Deutschland, wollen aber auch die Schließung von Urananreicherungsanlagen.

Wo die Kernkraftwerke in Deutschland geschlossen werden, macht das neue Kabinett in den Niederlanden Platz für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken. Zudem sieht der Anfang des Monats vorgelegte Koalitionsvertrag vor, dass das Kernkraftwerk Borssele länger geöffnet bleibt.

Lorelei Schwarz

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