Deutschland gibt geraubte Kunstwerke aus dem ehemaligen Königreich Benin an Nigeria zurück | JETZT

Deutschland gibt Raubkunst aus Nigeria zurück. Das sind Statuen und andere Gegenstände aus dem alten Königreich Benin, die von den Briten gestohlen wurden und schließlich in deutschen Museen landeten.

Die Bundesregierung spricht nach jahrelangen Verhandlungen von einem historischen Abkommen. Die Werke gehören laut Berlin zu den größten Schätzen Afrikas. Gleichzeitig sei ihre Geschichte auch eine Geschichte des Kolonialismus und der Gewalt, betont Außenministerin Annalena Baerbock.

Zu den frühesten Bronzestatuen, die heute datieren, gehört die Büste eines Königs, der zu Ehren eines Monarchen auf einem Altar stand.

Als britische Soldaten 1897 in Benin einmarschierten, plünderten sie den königlichen Palast und stahlen mehr als 5.000 wertvolle Gegenstände. Mehr als tausend dieser Objekte befinden sich noch in Deutschland.

Die Lieferung der ersten Werke nach Nigeria nennt Baerbock daher einen Anfang. „Es war falsch, die Bronzen zu stehlen, und es war falsch, sie zu behalten und zu bewahren.“

Das Königreich Benin bestand vom 17. Jahrhundert bis zur britischen Invasion von 1897. Das Reich befand sich dort, wo heute der nigerianische Bundesstaat Edo steht. Mit dem heutigen westafrikanischen Benin hat das Königreich nichts zu tun.

Poldie Hall

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