Deutsche Werft erzielt Weltneuheit mit nachhaltigem Abbruchschiff

In den Werften der Deutschen Werften in der deutschen Stadt Kiel hat der Abriss eines Schiffes mit nachhaltigen Methoden begonnen. Damit hat das deutsche Unternehmen Leviathan aus Cuxhaven eine Weltpremiere auf der Liste. Das sagten Karsten Schumacher und Simeon Hiertz, die Gründer von Leviathan.

Schiffe werden überall auf der Welt abgewrackt und recycelt, aber die gängige Methode – das Stranden – erweist sich als besonders umweltschädlich. Aus ökologischer Sicht genießt die Branche daher einen schlechten Ruf.

Umweltverschmutzung

„Abwracker lassen alte Schiffe zurück, um sie an Stränden anzuspülen“, sagt die Shipbreaking Platform, eine Organisation, die Lösungen für die umweltschädlichen Praktiken der Branche bereitstellen möchte, Praktiken, die üblicherweise beim Abwracken von Schiffen angewendet werden.

„Schiffe werden normalerweise bei Ebbe verschrottet, wenn das Wasser zurückgeht. Aufgrund der Gezeitenwirkung gelangen die bei Abbrucharbeiten verwendeten umweltschädlichen Produkte jedoch in die Meeresumwelt.

Umweltverbände haben wiederholt die negativen Auswirkungen der Strandung angeprangert, doch der Großteil der von der Liste gestrichenen Schiffe weltweit wird immer noch nach diesen alten Verfahren abgewrackt.

Deutsche Gesellschaft Leviathan er behauptet jedoch, ein Verfahren entwickelt zu haben, das eine Antwort auf diese Probleme geben kann. Das Unternehmen fügt hinzu, dass es mehr als zehn Jahre damit verbracht hat, nachhaltige Recyclingtechnologien für die Schifffahrtsindustrie zu entwickeln.

Emissionen

„Beispielsweise kommt beim Abwracken von Schiffen Kaltschneidetechnik zum Einsatz“, betonen Schumacher und Hiertz. „Tests haben gezeigt, dass diese Technologie die Kohlendioxidemissionen von Abbrucharbeiten um das Dreihundertfache reduzieren kann.“

Leviathan sagt, es sei ihm gelungen, eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglicht, Schiffe auf sichere und wirtschaftliche Weise zu recyceln. Dies steht auch im Einklang mit europäischen Vorschriften, die vorschreiben, dass der Abbau auf einer undurchlässigen Oberfläche erfolgen muss, damit keine giftigen Produkte in den Boden versickern können.

Gemeinsam mit deutschen Werften setzt Leviathan sein Verfahren nun erstmals in die Praxis um. Auf der Kieler Werft wird die HC Hagemann, ein 56 Jahre altes Landungsboot, zu 100 % nachhaltig recycelt.

Das 41 Meter lange Schiff diente im letzten Teil seines aktiven Lebens als Versorgungsschiff. Insgesamt soll der Abbau rund sechs Wochen dauern.

„Für deutsche Werften, die bisher Schiffe bauen und umbauen, könnte umweltschonendes Recycling zu einer interessanten neuen Aktivität werden“, kommentiert Sofien Lamiri, Betriebsleiterin der deutschen Werft, das Pilotprojekt.

Nach Abschluss des aktuellen Projekts wollen die beiden Unternehmen bei der Europäischen Union eine Genehmigung für den ökologischen Abbruch von Schiffen beantragen. Danach könnte über die Demontage größerer Schiffe nachgedacht werden.

Ein Teil des beim Abbruch der Hagemann geborgenen Materials wird von den deutschen Werften und Leviathan auch Künstlern für die Schaffung künstlerischer Werke zur Verfügung gestellt.

Ingvild Jenssen, Geschäftsführerin von Shipbreaking Platform, kommentierte das Projekt, dass die Technologie von Leviathan für das Abwracken von Schiffen eine bedeutende Wende darstellen könnte.

Helfried Beck

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