Deutsche rechnen 2023 mit Schweinefleischknappheit | Pigbusiness.nl

Anfang nächsten Jahres treten erste Lücken in der deutschen Schweinefleischversorgung auf. Davor warnt der Verband der Deutschen Fleischwirtschaft (VDF). Es prognostiziert auch einen deutlichen Preisanstieg aufgrund eines anhaltenden Angebotsrückgangs. Tatsächlich hören immer mehr Schweinezüchter auf. Aktuell werden in Deutschland wöchentlich 70.000 bis 80.000 Schweine weniger geschlachtet als 2021.

Der deutsche VDF schlägt Alarm. Sie warnt davor, dass es nächstes Jahr zu Engpässen bei deutschem Schweinefleisch kommen könnte. Der VDF verweist insbesondere auf die weiter rückläufige Zahl der Schweinehalter. Sie warnt vor den Folgen dieser Situation. Nach Angaben von Hubert Kelliger, van Westfleisch und Geschäftsführer des VDF, wird es in vier bis sechs Monaten zu den ersten Versorgungsunterbrechungen bei Schweinefleisch kommen. Auch der VDF-Fahrer rechnet aufgrund dieses sinkenden Angebots mit einem deutlichen Preisanstieg. Derzeit werden in Deutschland jede Woche zwischen 70.000 und 80.000 Schweine weniger geschlachtet als noch vor einem Jahr. Im Zeitraum von Januar bis September 2022 ging die Zahl der Schlachtschweine um 9 % auf 35,3 Millionen Tiere zurück. Das berichtet die Allgemeine Fleischer Zeitung.

Weitere Verschlechterung

Kelliger wird von Regisseurkollege Gereon Schulze Althoff von der Band Tönnies unterstützt. „Ohne gute Perspektiven und ohne eine gute vorausschauende Regierungspolitik wird die Schweinehaltung noch stärker zurückgehen als in den letzten Jahren“, warnt VDF-Geschäftsführer Gereon Schulze Althoff.

AVP

Ein Problem, das auch VDF anspricht, sind die deutlich höheren Energie- und Stromkosten. Diese werden nicht durch höhere Preise ausgeglichen. Laut Kelliger verdient die gesamte Kette derzeit kein Geld. Neben dem höheren Einstandspreis spielen natürlich auch AVP-Exportbeschränkungen eine Rolle. „Dadurch entsteht der Branche ein Defizit von 25 Euro pro Mastschwein. Das entspricht einer Milliarde Euro pro Jahr“, sagte Kelliger. Der VDF will, dass sich die Politik stärker dafür einsetzt, wichtige asiatische Exportmärkte für deutsches Schweinefleisch wieder zu öffnen. Vor diesem Hintergrund sei es für Kelliger unverständlich, dass Bundeskanzler Olaf Scholz das Thema bei seinem Staatsbesuch in China nicht angesprochen habe.

Mariele Geissler

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