Der Gaspreis bricht einen neuen Rekord | BNR Nachrichtenradio

Wirtschaft18. August.’22 19:13Aktualisiert am 18. August. 22 19:35Autor: BNR-Web-Editor

Weil Russland die Gasexporte begrenzt und wegen des heißen Wetters viel Energie für die Kühlung benötigt wird, erreichte der Gaspreis einen neuen Höchststand. Am Ende der Sitzung erreichte der Gaspreis in Amsterdam nicht weniger als 241 Euro. Dies ist der höchste jemals verzeichnete Schlusskurs und fast das 11-fache des normalen Niveaus für diese Jahreszeit.

In einige europäische Länder wie die Niederlande, Finnland, Bulgarien und Polen liefert Russland überhaupt kein Gas mehr. Andere Länder, darunter Großverbraucher Deutschland, müssen mit deutlich weniger russischem Gas auskommen als sonst. Russland beruft sich zwar auf technische Gründe, die Deutschen sagen, es sei ein politisches Druckmittel, um die europäischen Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine zu schwächen.

Weil Russland die Gasexporte begrenzt und wegen des heißen Wetters viel Energie für die Kühlung benötigt wird, erreichte der Gaspreis einen neuen Höchststand. (Kwon Junho)

Erschwert wird die Energiekrise durch den Niedrigwasserstand des Rheins. Flussschiffe können daher weniger Güter transportieren, während sie für den Transport von Kraftstoffen von den Häfen Rotterdam oder Antwerpen ins europäische Hinterland wichtig sind.

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Am 7. März erreichte der Gaspreis an der Amsterdamer Börse bereits kurzzeitig ein Allzeithoch von 345 Euro pro Kilowattstunde, am selben Tag fiel der Preis jedoch bis auf 227 Euro zum Handelsschluss.

Gasspeicher füllen

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wollen ihre Gasspeicher bis zum Wintereinbruch zu mindestens 80 % gefüllt haben. Wenn Russland seine Gasversorgung weiterhin begrenzt oder sogar reduziert, müssen die Länder diese Lieferungen schnell anzapfen.

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Der Chef der deutschen Energieregulierungsbehörde, Klaus Müller, warnte daher in einem Interview mit t-online vor anhaltenden Gaspreisen. Die Reserven müssen dann wieder aufgefüllt werden. „Es ist wichtig, dass sich jeder bewusst ist: Es ist nicht nur ein Winter, sondern mindestens zwei“, sagte er der Nachrichtenseite. „Der nächste Winter könnte noch schwieriger werden.“

Adelbert Eichel

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