Demonstrationen in deutschen Städten gegen „Russlandhass“ und Diskriminierung | JETZT

Russen und Unterstützer gingen in mehreren deutschen Städten auf die Straße, um gegen sogenannten Russlandhass zu protestieren. Kritiker und Gegendemonstranten sagen, dass sie hauptsächlich Russland unterstützen, das Krieg gegen die Ukraine führt.

Russen in Deutschland seien seit dem blutigen Einmarsch Russlands in die Ukraine Diskriminierung und Belästigung ausgesetzt, sagten Demonstranten. In Hannover fuhren die Russen in einem Autokonvoi durch die Stadt, in Frankfurt hingegen erhielten sie keine Genehmigung für eine Autokolonne.

Kritiker sehen die Proteste vor allem als Ausdruck der Unterstützung für Russland und das Regime in Moskau. Viele russische Flaggen waren ausgestellt. Die Demonstranten verteidigten auch die russische Invasion und erklärten, dass die ukrainische Region des Donezker Beckens zu Russland gehöre. Der Botschafter der Ukraine in Deutschland kritisierte das Zeigen der Flagge scharf.

Rund 600 pro-russische Demonstranten mit 400 Fahrzeugen versammelten sich in Hannover, es gab aber auch einen Gegenprotest mit 3500 Teilnehmern. Auch in Frankfurt kam es zu Demonstrationen. Hier waren 800 Russen und 2.500 pro-ukrainische Demonstranten. Ein Landesminister verteidigte die Demonstrationsfreiheit, warnte aber vor „russischer Kriegspropaganda auf deutschen Straßen“.

Nach neuesten Zahlen leben Ende 2020 in Deutschland 235.000 Russen und 135.000 Ukrainer. Seit der russischen Invasion sind etwa 300.000 ukrainische Flüchtlinge hinzugekommen.

Helfried Beck

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