CDU gewinnt Wahlen in Schleswig-Holstein, SPD verliert deutlich

Bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein hat die CDU einen Erdrutschsieg errungen. Die Partei von Ministerpräsident Günther erhielt mehr als 40 % der Stimmen.

Die aus den Bundestagswahlen als stärkste Partei hervorgegangene sozialdemokratische SPD erzielte das schlechteste Ergebnis aller Zeiten im norddeutschen Bundesland. Die Partei erhält rund 16 % der Stimmen und verliert stark. Bei den Regionalwahlen 2017 lag sie noch bei über 27 %. „Das ist kein schöner Abend“, sagte Kevin Kühnert, ein hochrangiger nationaler SPD-Funktionär.

Die Grünen gewinnen. Die Partei gewann fast 18 % der Stimmen, gegenüber fast 13 % im Jahr 2017. Die liberale FDP, die dritte nationale Partei an der Macht, verlor und stieg von 11,5 auf 7 %. Die rechtspopulistische AfD würde nicht genug Stimmen bekommen, um ins Kieler Parlament einzuziehen.

Der Premierminister des Volkes

Deutsche Experten sagen, dass die CDU vor allem von der Bekanntheit und Popularität von Ministerpräsident Günther profitiert. Er ist einer der beliebtesten Ministerpräsidenten des Landes. In einer Umfrage der ARD sagen 74 Prozent der Befragten, er vertrete die Interessen Schleswig-Holsteins gut.

Die Grünen scheinen von der Bekanntheit des aus Schleswig-Holstein stammenden deutschen Wirtschaftsministers und Grünen-Chefs Robert Habeck zu profitieren. Thomas Losse-Müller, der Kandidat der SPD, ist sehr wenig bekannt.

Günther sagte vor der Wahl, er wolle seine bisherige Koalition mit den Grünen und der liberalen FDP fortsetzen. Es scheint, dass nur eine dieser Parteien ausreichen wird, um eine Mehrheit zu erhalten.

Die Wahlen im kleinen Bundesland Schleswig-Holstein sind die zweite von drei Landtagswahlen in Deutschland in diesem Jahr. Im März gewann die SPD im Saarland die absolute Mehrheit. Nordrhein-Westfalen wird nächste Woche als bevölkerungsreichstes Bundesland zur Wahl gehen.

Helfried Beck

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