Bundesanwaltschaft: „Verdächtige töteten Agenten, um Wilderei zu vertuschen“

Die beiden Deutschen, die über Nacht zwei Polizisten erschossen haben, sitzen in Haft. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei ein Waffenarsenal.

Nach dem Tod zweier deutscher Polizisten bei einer Verkehrskontrolle haben Polizei und Staatsanwaltschaft neue Informationen zu den Tatverdächtigen veröffentlicht. Es wird vermutet, dass die beiden nicht vorbestraften Mittdreißiger versuchten, ihre illegale Jagd zu ersticken. Auf der Ladefläche ihres Fahrzeugs wurden mehrere tote Tiere gefunden. Die beiden Männer wurden am Montag in Sulzbach bei Frankfurt am Main wegen des Verdachts festgenommen, zwei junge Polizisten ermordet zu haben. Bei den Durchsuchungen der Verdächtigen fand die Polizei mehrere Waffen, von denen zwei den Tatwaffen entsprechen.




Kein Jagdschein

Der Deutsche Jagdverband habe bereits mitgeteilt, dass der 39-jährige Tatverdächtige keinen gültigen Jagdschein besitze und daher keine Jagdwaffen besitzen dürfe, berichtete erder Regionalsender Südwestrundfunk† Die zuständige Behörde im Saarland lehnte seinen Antrag auf einen Jagdschein für 2020 ab.

Das Massaker erschüttert Deutschland. Die 24-jährige angehende Polizistin habe ihre Ausbildung fast abgeschlossen und solle im Mai ihren Dienst antreten, sagte Polizeipräsident Heiner Schmolzi. Sein Kollege, ein 29-jähriger Mann, wurde viermal erschossen. Ein Schuss traf ihn in den Kopf. Es gäbe keine politische Motivation.

Recht zu schweigen

Der jüngste Verdächtige hat die illegale Jagd teilweise gestanden, bestreitet jedoch, geschossen zu haben. Auch sein Anwalt stimmt zu. Der 39-jährige Tatverdächtige machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Die Polizei vermutet jedoch, dass die beiden Männer erschossen wurden.

Die Polizisten wurden in der Stadt Kusel in Rheinland-Pfalz erschossen. Die betreffenden Beamten informierten ihre Kollegen in der Nacht darüber, dass die beiden Verdächtigen überprüft würden. Sie konnten kaum erkennen, dass sie totes Wild im Kofferraum des Fahrzeugs gefunden hatten und beschossen wurden.

Helfried Beck

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