Ambitionierte Maßnahmen in der Binnenschifffahrt immer realistischer

Innere22. August.’22 11:52Autor: BNR-Web-Editor

Aufgrund der anhaltenden Dürre werden drastische Maßnahmen für die Binnenschifffahrt immer realistischer. Die IJssel könnte bald zur Einbahnstraße werden, und auch die Schließung des Twentekanals ist eine Option.

„Einbahnverkehr auf der IJssel wird eingeführt, wenn die gemessene Mindestwassertiefe (MGD) unter 1,45 cm fällt“, sagt Leny van Toorenburg von Koninklijke Binnenvaart Nederland. „Wenn am Oberlauf der IJssel Einbahnverkehr eingeführt wird, müssen Schiffe, die aus Deutschland kommen und die Kanäle Kampen und Twente ansteuern, die Waal, den Amsterdamrijm-Kanal und das IJsselmeer umgehen. Es ist eine ziemlich beträchtliche Umrundungsroute.

Regen

Seit den Dürreproblemen hat es ein wenig geregnet, nicht nur in den Niederlanden, sondern vor allem in den Alpen. „Sie sehen, dass mehr Wasser hinzugefügt wurde, aber Sie sehen, dass das Wasser wieder zurückgeht. Es geht in eine Art Wellenbewegung.

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Van Toorenburg ist ein wenig besorgt. „Denn der Regen hilft dir nur kurz und auch das hält sich in Grenzen.“ Sie erklärt, dass die Expedition natürlich nicht direkt dorthin geht, wo das Wasser aufgrund von Niederschlägen etwas höher steht. „Dann müssen die Skipper rechnen. Sie müssen sehen, wie viel Fracht sie mitnehmen können. Und stellen Sie sicher, dass sie den bestimmten Punkt passiert haben, bevor das Wasser sinkt, sonst ist ihr Schiff zu schwer für die Wassertiefe. Die Skipper werden nicht schnell spielen, sagt Van Toorenburg. „Die Schippers wissen genau, wie lange sie für ihre Strecke brauchen. Sie können es auf die nächste halbe Stunde genau sagen. Wenn das nicht funktioniert, müssen sie das Schiff leichter machen und dann muss etwas Ladung entfernt werden. Es kostet zusätzliches Geld.

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Die Dürre in unserem Land wird nächste Woche wieder zunehmen, berichtet Weeronline. Das nationale durchschnittliche Niederschlagsdefizit wird voraussichtlich bei etwa 290 mm liegen.

Steigender Wasserspiegel in Deutschland

Der Wasserstand des Rheins in Deutschland ist durch die Niederschläge der vergangenen Tage stark angestiegen. In Kaub zwischen Koblenz und Mainz wurde am Montagmorgen ein Pegelstand von 100 Zentimetern gemessen. Am Vortag waren es 40 Zentimeter weniger. In den vergangenen Wochen ist der Wasserstand in Kaub auf ein offizielles Niveau von 30 Zentimetern gesunken.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) erwartet einen weiteren Anstieg der Wasserstände. Am Dienstagmorgen könnten es 143 Zentimeter sein. Danach soll der Wasserspiegel wieder sinken.

Mariele Geissler

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