Amada punktet mit Ventis Faserlaser mit LBC-Technologie

Die Ventis-3015AJ ist Amadas erste Faserlaser-Schneidemaschine, die mit einer speziell entwickelten LBC-Technologie ausgestattet ist, die sowohl die Verarbeitungsqualität als auch die Produktivität erhöht. In Kombination mit einem neuen 4-kW-Faserlasermodul mit hervorragender Strahlqualität setzt die LBC-Technologie laut dem japanischen Maschinenbauer einen neuen globalen Standard für das Laserschneiden.

Technologischer Fortschritt

Die deutsche Firma Lang Gerätetechnik bestellte den 100und Ventis in Europa mit einer Zwei-Turm-Version des Automatisierungssystems Amada ASF-EU. Lang Gerätetechnik ist ein allgemeiner Blechzulieferer. Das Unternehmen wollte sich im Bereich Laserschneiden noch besser positionieren und investiert in den technologischen Fortschritt.

Vor der Entscheidung für den Kauf eines Ventis-Faserlasers hatte das Unternehmen folgende Anforderungen: Erhebliche Energieeinsparungen gegenüber CO2Laser, hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit und Flexibilität in Dicke und Materialart (Kupfer und Messing). Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu 6 kW Faserlasern anderer Hersteller und die Produktionsvielfalt, die die LBC-Technologie bietet, haben die Geschäftsführung von Lang überzeugt. Auch Geschwindigkeit und Schnittqualität konnten im Vergleich zu leistungsstärkeren Maschinen überzeugen.

Flexible Strahleinstellung

Bei herkömmlichen Faserlaser-Schneidsystemen nimmt die Energiedichte mit zunehmender Materialstärke ab, was den Schneidprozess verlangsamt und zu einem schlechteren Schnitt führt. Der Einsatz der LBC-Technologie ermöglicht dagegen eine flexible Anpassung des Strahls je nach Anwendung bei gleichzeitig hoher Effizienz und Energiedichte.
Um den Energiedichteverlust in herkömmlichen Faserlasersystemen zu kompensieren, müssen Strahlquellen mit höherer Ausgangsleistung verwendet werden. Dies führt jedoch zu höheren Anschaffungskosten und einem höheren Energieverbrauch.

Andererseits kann der Ventis dank seines speziell entwickelten 4-kW-Faserlasers mit einem einzigen Lasermodul und der LBC-Technologie die Stromkosten um 30 % senken. Die LBC-Technologie hat drei Hauptfunktionen: Produktivitätsmodus, Qualitätsmodus und Schnittsteuerungsmodus.

Produktivitätsmodus

Im Produktivitätsmodus kann der Benutzer beim Schneiden mit Stickstoff eine verbesserte Leistung erzielen. Bei der Bearbeitung von Edelstahl ist der Ventis mit LBC-Technologie doppelt so schnell wie ein herkömmliches 4-kW-Faserlaser-Schneidsystem und bei Aluminium sogar 2-3 mal schneller. Dieses Leistungsniveau in Kombination mit einem geringeren Energieverbrauch kann die Bearbeitungskosten um bis zu 75 % senken.

Qualitätsmodus

Der Qualitätsmodus verbessert die Oberflächenrauheit um ca. 50 % im Vergleich zu einer herkömmlichen Maschine und minimiert gleichzeitig die Gratbildung innerhalb von 10 m. Jüngste Versuche bei Amada zeigte, dass 15 mm Edelstahl nach dem Schneiden gratfrei ist. Dadurch kann ein Entgraten entfallen und Bearbeitungskosten werden reduziert. Selbst im Qualitätsmodus erreicht es eine höhere Schnittgeschwindigkeit als eine herkömmliche 4-kW-Faserlaser-Schneidemaschine.

Die Locus Beam Control (LBC)-Technologie ermöglicht es, mit einem 4-kW-Faserlaser genauso produktiv wie mit einem 6-kW-Faserlaser zu arbeiten und gleichzeitig die Schnittqualität zu verbessern.

Notch-Steuerungsmodus

Schließlich ermöglicht der Kerf-Check-Modus eine zuverlässige Prozessbearbeitung im automatisierten Betrieb der Anlage über einen langen Zeitraum. Je nach Materialstärke kann die Schnittbreite dank LBC-Technologie bis auf das 2,3-fache der üblichen Breite erhöht werden.

Große Serienausstattung

Die Ventis verfügt über eine breite Palette von Standardlieferungen, darunter Einzellinsenschneiden, einen automatischen Düsenwechsler mit 16 Stationen, das „Wasserunterstützte Schneidsystem“ (WACS) zum optimalen Schneiden dickerer Platten, ein X-Förderband und optimale Zugänglichkeit sowohl auf der Kopf und an der langen Seite.

Der Ventis ist in 3000×1500 und 4000×2000 mm erhältlich und mit einer verbesserten AMNC 3i Plus Steuerung ausgestattet. Sie verfügt über ein Selbstdiagnosesystem und einen Drehknopf zur einfachen Vorschubeinstellung, eine Schnittdatenbibliothek mit bis zu 10 Vorschüben pro Material, was eine Zeitersparnis von bis zu 20 % ermöglicht. Kleine und komplexe Konturen und Winkel werden ebenso zuverlässig geschnitten wie große Geometrien bei maximaler Geschwindigkeit.

Der 4-kW-Faserlaser von Ventis verarbeitet 25 mm Baustahl, 20 mm Edelstahl, 18 mm Aluminium, 10 mm Messing und 8 mm Kupfer.

Helfried Beck

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